Thailand

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Salakaewkoo

Die Fahrt nach Nong Khai war zwar zach, aber in dem Grenzstädtchen kann man sich wunderbar erholen. Es gibt einen netten Markt, einen erstaunlich großen Nachtmarkt, jede Menge schöner Tempel und man kann gemütlich den Mekong entlang spazieren und Laos zuwinken.

 

Ein Highlight in Nong Khai ist der Salakaewkoo Sculpture Park. Die Anlage lässt sich schwer beschreiben/auf Bild bannen. Im Endeffekt ist es ein Park mit gigantischen Skulpturen des Künstlers Luang Poo und unglaublich beeindruckend.

Ich hab mich mit meiner Kamera dort auch ziemlich ausgetobt, aber ich erspar euch die Bilderflut und hoff, die Fotos können euch einen ungefähren Eindruck vermitteln. Wer mag, es gibt zig Fotoalben von dem Park im www 😉

Ach ja, die schwarzen Flecke auf den Fotos einfach ignorieren, ich hab seit Chiang Mai Urwalddreck in meiner Kamera.

 

Mein Liebling.

 

My favourite: Pai Treehouse Resort, Pai, Thailand

Das Pai ein herziges Städtchen ist, hab ich ja schon erwähnt. 🙂

Neben den verschiedensten Ausflügen und Kursen (Yoga, Reiki, Zeichnen,..), gibt es hier auch zig witzige/romantische/abgefahrene Bars, Restaurants und Teehäuser und ich konnte mich nicht so recht  zwischen einem Liebling entscheiden. Das Witching Well mit seinen fantastischen chocolate-nut pancakes ist mir genauso ans Herz gewachsen, wie das nette Lokal mit dem Muschelvorhang, durch den man der gegenüberliegenden Töpferei bei der Arbeit zusehen kann.

Blick von der Töpferwerkstatt, in der ich einen Nachmittag hängen geblieben bin 🙂

Ich find den Namen nach wie vor super und die Bar ist auch wirklich nett.

 

 

Wer sich von den ganzen netten Lokalen dort losreißen kann und sich etwas aus Pai herauswagt, wird mit atemberaubender Landschaft belohnt und in der umliegenden Gegend habe ich dann auch meinen persönlichen Favouriten gefunden: Das Pai Treehouse Resort.

 

 

 

 

Das Pai Treehouse Resort liegt ein bißchen außerhalb von Pai. Mit dem Fahrrad sind es gute zwanzig bis dreißig Minuten, mit dem Scooter geht es dementsprechend schneller. Alleine die Landschaft auf dem Weg dorthin, ist die “Reise” wert.

 

 

 

Im Treehouse Resort selber, lässt es sich einfach wunderbar entspannen. Es gibt so ziemlich alles an Koffeinvarianten und Shakes, die man sich wünschen kann und sie bieten, was ich so gesehen hab, auch kleine Snacks an. Die Bedienung ist nett, der Kaffee normal teuer (THB 50) und der Ausblick ein Traum.

 

Ausblick von meinem dort eroberten Sofa

 

Man kann hier auch übernachten und/oder Abendessen, was ich mir alles sehr romantisch vorstelle. Wer hier nur Abendessen will, sollte nur an die Hunde denken, an denen man dann in der Nacht vorbei muss – ich würd da vom Rad abraten, ich wurde schon bei hellem Tageslicht sehr interessiert/misstrauisch von diversen Wachhunden beäugt.

Das könnte natürlich auch an meinem Keuchen gelegen haben, sich bei 30°C mit einem klapprigen Fahrrad Hügel hinaufzuquälen ist dann halt doch nicht so mein Ding 😉

Pai ist so süß, wie es klingt

In ziemlich jedem Hostel hier ist mir von Pai vorgeschwärmt worden: nett, chillig und nicht einmal so teuer. Es liegt außerdem abseits meiner geplanten Reiseroute, aber Pläne sind bei Reisen die meiste Zeit ohnehin nur im Weg. Also hab ich die meinen für die nächste Woche über den Haufen geworfen und bin der Meute nach Pai gefolgt – auf einen kurzen Haken sozusagen, bevor ich nach Nan weiterreise.

Nach drei Stunden in Pai war klar, dass ich für länger bleibe. Sorry Nan, wir sehen uns ein anderes Mal.

Ja, die Pflanzen gehören zur Hanffamilie. Nein, sie sind nicht zum Rauchen.

Pai ist wirklich ein süßes Städtchen, das es hinbekommt, offen touristisch zu sein, ohne deswegen “unecht” zu wirken. Es hat alles, was man sich als Backpacker wünscht und hat es geschafft, mir Schnitzelplatten anzubieten, ohne damit meinen Fluchtreflex auszulösen – was was heißen will : P Einige alten 68er haben sich in und um Pai versteckt, um am Abend plötzlich hervorzukommen und in den kleinen Lokalen zu jammen (und natürlich die Nase über die ganzen Touristen zu rümpfen 😉 ).

Falls jemand von euch aussteigen will.

Auf den Straßen mit den netten kleinen Geschäften, Lokalen und Clubs läuft man alle 5 Minuten jemandem in die Arme, den man kennt und wie ich hatten die meisten Pai nur als Abstecher eingeplant um dann prompt hängenzubleiben.

Wenn man aus Pai herausspaziert (oder mit einem Scooter fährt, ich bin noch immer nicht so weit), was man relativ schnell tun kann – es ist wirklich ein Städtchen – ist man inmitten schöner Natur. Oder, wie die Thailänder sagen würden: am Land.

Ich werd die Nähe zu Soppong zum Wandern nützen. Und Kuchen essen. Viel Kuchen.

Chili und Tomatenschildkröten

Kochkurse gibt es in Chiang Mai wie Sand am Meer – wie überhaupt alles an Tourangeboten. Ich komm mir ein bißchen vor, wie in einem Ferienlager 😉

Die liebe Frau M. hat mir einen Kochkurs ans Herz gelegt, den sie selbst gemacht hat, aber – Rebellin, die ich nun einmal bin – hab ich mich für einen anderen entschieden.

Das Programm war für die Kurse hier “klassisch”: Wir wurden in der Früh aufgeklaubt und zum Markt gebracht, wo uns unser Leiter ein bißchen was über die Zutaten erzählt, Tipps zum Einkaufen gegeben (auf was sollte man achten) und uns generell über ein paar der Sachen aufgeklärt hat, die man auf den Märkten bekommt (etwa, dass die rosa Eier die berühmt-berüchtigten 1000jährigen Eier sind).

Dann ging es ab in die Kochschule, die in einer sehr netten, ruhigen und grünen Gegend lag.

 

Der Tatort

 

 

Dort angekommen wurden wir in den Garten geführt, wo ein paar Zutaten geerntet und noch ein bißchen Allgemeinwissen angesammelt wurde: Die Chilischoten, die nach oben wachsen sind schärfer als die, die nach unten wachsen. Was einem nicht viel hilft, wenn man sie am Teller hat, wie ich find… obwohl’s eine geile Frage an den Kellner wäre: Entschuldigen Sie, aber in welche Richtung sind die Chilis auf meinem Teller gewachsen?

 

Die wurden reichlich verwendet.

 

 

Dann wurden endlich die Herde angefeuert: natürlich mit Gas. x.x Aber ich hab weder mich, noch die Küche abgefackelt, also würd ich sagen, 1:0 für mich.

 

Uaha

 

In den Kochpausen, in denen nicht gegessen wurde – und wir haben wirklich den ganzen Tag gegessen –  gab es kleine Einführungen ins Gemüseschnitzen, das in Thailand sehr beliebt ist.

 

Mein zaghafter versuch an einem Salatblatt.

Meine Mangoblume. Glitischige Angelegenheit, die G’schicht.

Beispiel vom Meister des Schnitzmessers.

 

 

Ein paar Sachen wurden gemeinsam gekocht: sticky rice, Frühlingsrollen, diverse Saucen und die Curry-Paste. Zitat vom Koch: Wenn wir mit der fertig sind, dann wisst ihr, warum sie alle Thailänder am Markt kaufen und nicht selbst machen. Und ja, konnten wir nachvollziehen, eine ordentliche Paste braucht Zeit und vor allem Kraft.

 

 

Papaya-Salat. Nein, ich hab die Tomaten nicht gegessen.

Der Klassiker: Sticky rice with mango. Und ja, die Mango hab ich auch aussortiert.

Meine drei Gerichte: Cashew-Chicken Stir Fry, Gebratene Nudeln (im Omlett) und Massaman-Curry.

Festmahl am Schluss

 

 

Am späten Nachmittag wurden wir dann, ausgestattet mit einem Kochbuch und einem Zertifikat, in den Wagen gerollt und zurückgebracht. Ich bin jetzt also zertifizierte Spezialistin für thailändische Küche, hab den Wert von Fischsoße entdeckt und Palmzucker auf die Einkaufsliste gesetzt. Fürchtet euch. : P

Bling Bling FTW

Die sechs Stunden im Bus nach Chiang Mai haben sich ausgezahlt: Mein Hostel ist wirklich süß und Frau S. würde es besonders lieben, weil die Haus- und Hofkatze dort überall herumliegt und sich von jedem Streicheleinheiten abholt. Außer von mir, das Tier hat Instinkt. Und vermutlich Tollwut :p

 

Platz zum Chillen und Kaffee trinken

 

Schon auf dem Weg zu dem Hostel hab ich gewusst: Chiang Mai wird meine Stadt. Überall tolle Geschäfte mit schönen Stoffen und glizerndem Zeug. Nachdem ich bis jetzt nichts gekauft hab, außer das, was ich gebraucht habe, könnt ihr euch vermutlich denken, wie sehr es mich schon in den Fingern gejuckt hat ^^”

 

Grün zum Entspannen gibt es hier auch.

 

Der Nachtmarkt war dann auch der Wahnsinn, ich hab mit Freuden Geld hinausgeworfen und hab es sogar geschafft, an einem Stand die erste Kundin zu sein. Das merkt man hier daran, dass die Verkäufer mit dem Geld alle Sachen am Stand berühren, weil es Glück bringt. Ich hab mir gewünscht, das einmal zu sehen und dann war ich sogar selbst die erste 🙂

 

Auf Nachtmärkten ist es finster.

 

Ich hab mich also mit Köstlichkeiten vollgestopft (Palmherzenmark <3) und mich von den vielen Lichtern und Farben zum Kaufrausch animieren lassen. Heute ist der große Sonntagsmarkt, der doppelt so groß ist wie der normale (ca 8000 Stände) und ich bin zu allem bereit 😛

 

 

Einen Kochkurs und eine Tageswanderung hab ich auch schon gebucht – Chiang Mai wird tödlich für mein Budget sein x.x

Sukhothai

Neben Ayutthaya ist Sukhothai die historische Tempelstadt in Thailand. Trotzdem könnten die beiden nicht unterschiedlicher sein.

In Ayutthaya wurde um die Ruinen herumgebaut, was heißt, dass man zum Teil sehr stark befahrene Straßen entlangwandert, um von Tempel A nach Tempel B zu kommen. In Sukhothai liegen die Ruinen außerhalb der Stadt, in einem riesigen, parkähnlichen Gelände, das sich wunderbar per Rad erkunden lässt.

Da das Indiana Jones-Spielen bei 30°C und mehr keinen Spaß macht und einem der Mittagsdunst alle Fotos verhaut, bin ich also brav um 6 auf- und in eine Songthaew (so eine Art offener Mini-Lastwagen, ich mach irgendwann ein Foto von den Dingern) gekrabbelt, dass mich zu den Ruinen nach Old Sukhothai gebracht hat (ca. 12 km).

Die Anlage ist wirklich sehr idyllisch, die Touristenhorden verlaufen sich schön und es ist angenehm still. Und es gibt Millionen von Seerosen ❤

Der Eintritt kostet 100 THB + “Eintritt” für das gewählte Transportmittel. Für ein Fahrrad zahlt man 10 THB, umsonst ist nur zu Fuß gehen, aber davon würd ich in dem Fall wirklich abraten – die Tempel liegen zum Teil sehr weit auseinander.

Es gibt drei weitere Tempel, die außerhalb der “Zentralanlage” liegen, für die muss man noch einmal 100 THB zahlen, aber es lohnt sich. Ach ja, und wer nicht zu Fuß ist, nicht vergessen: Hier herrscht Linksverkehr! Ich war ein paar Mal als Geisterfahrerin unterwegs *hust*.

Die Buddhastatuen dort sind nicht nur unglaublich schön, sondern auch beeindruckend groß. Und im Gegensatz zu Ayutthaya, wo die meisten Buddhas enthauptet auf den Tempelresten trohnen, lächeln diese noch 🙂

My Favourite: Hip Inn Coffee

In Phitsanulok gibt es nicht sonderlich viel zu tun oder zu sehen: ein paar schöne Tempel, ein kleines Museum und die Möglichkeit, den Arbeitern in der “Buddha Casting Factory” über die Schulter zu schauen.

Entsprechend mühsam ist die Suche nach einer Unterkunft, da die Touristen hier meistens nur vorbeireisen und man sieht immer wieder leerstehende Hotels, wo ich mir nie ganz sicher war, ob die jemals geöffnet hatten.

Entsprechend entzückt war ich, wie ich über das Hip Inn Coffee gestolpert bin. Das kleine Café liegt an der Sinambin Road und ist etwa 10 Tuk-Tuk Min. vom Busbahnhof entfernt. Wer mag, kann sich draußen in den “Mini-Dschungel” setzen, die Straße ist erstaunlich wenig befahren und stört eigentlich kaum.

Kitty approved

 

 

Ansonsten lässt sich’s drinnen wunderbar chillen (Klimaanlage FTW), sie bieten so ziemlich alles an Kaffee an, was man sich wünschen kann (nein, ich hab nicht wegen lactosefreier Milch gefragt) und der Kaffee ist wirklich gut!

Das ganze Haus ist mit einer Mischung aus schönen Teakholzmöbeln, 70er-Jahre Überbleibsel und Spielzeug eingerichtet bzw. dekoriert – ich steh ja auf so was, leider hab ich’s nicht vernünftig auf Bild bannen können :/

Man kann über dem Café auch übernachten – ich bin eine Nacht geblieben – und die Zimmer sind wirklich schön. Frühstück ist bei der Übernachtung inkludiert und zu empfehlen (gigantisches Fry-up).

Die Leute dort sprechen nicht sehr viel Englisch, sind aber so lieb und bemüht, dass die Sprachbarrieren kein Hindernis waren.

Tempel, Tempel, noch mehr Tempel

Ich bin von Bangkok nach Ayutthaya weitergezogen und die Stadt scheint tatsächlich nur aus Tempeln bzw. Tempelruinen zu bestehen. Wer mag, kann sich für 40 THB ein Fahrrad mieten und so die Gegend erkunden. Ich mochte nicht, ich verlauf mich lieber zu Fuß : P (Hab ich dieses Mal aber nicht, ha!)

Man sieht es leider schlecht, aber jedes Pünktchen ist ein Tempel.

Die Tempel sind ziemlich variantenreich (find ich) und ich hab mir vier angeschaut, bevor ich zur Klimaanlage in meinem Zimmer geflüchtet bin – die Hitze war wirklich brutal x.x

Kulturenmix auch hier

Am Abend hab ich mir dann die Bootsrundfahrt von meinem “Homestay” gegeben, die auf der Reviewseite so hoch gelobt wird. Sie war auch ganz nett, wir wurden zu drei Tempeln gebracht, die man mit Rad bzw. zu Fuß nur schwer erreicht.

Bevor wir beim ersten Steg angelegt haben, hat ein Fisch es geschafft, drei von uns mehr oder weniger zu baden. Kein blöder Witz. Der ist auf einmal aus dem Wasser gehüpft, hat blöd gegrinst und sich dann wieder zurückfallen lassen und es dabei geschafft, Wassermassen auf uns zu verteilen, dass es sich angefüllt hat, als hätt jemand einen Kübel davon ins Boot geschüttet. (Und er war sooooooo groß! Mindestens ein Wal! Nein, Scherz beiseite, groß fand ich den nicht so… vielleicht wie ein Lachs?) Auf jeden Fall konnt ich mit frisch gewaschenen Haaren und nassem Hinterteil die Tempeltour antreten. Leider waren die Haare schneller trocken als die strategisch durchnässte Hose -.-

Irgendwann hab ich dann gesehen, dass die großen Touristenboote Popcorn in den Fluss werfen, das in dem plötzlich brodelnden Wasser sofort verschwindet. Kein Wunder, dass der Fisch bei uns vorbeigeschaut hat.

Floating Markets

In der Nähe von Bangkok gibt es eine Touristenkopie der  “Floating Markets” (ich hab mir sagen lassen, die “echten” sind in Vietnam?) und ich hab mich kurzerhand zu einem Tagesausflug angemeldet. Der Ort ist nämlich ca. 37 km außerhalb von Bangkok (ca. 1 1/2 h Fahrt) und ich hatte keine Lust, mich super individuell dort hinauszuquälen. Also hab ich das, was um halb sechs in der Früh von meinem Hirn schon wach war, ausgeschaltet, und bin mit ein paar Mädels aus dem Hostel in den klimatisierten Mini-Van geklettert.

Auf dem Weg hinaus hat uns die Tourleiterin noch eröffnet, dass wir neben dem Markt auch die Option haben uns a) zu einem Elefantenritt anzumelden oder b) eine Schlangenfarm zu besichtigen, inkl. Show, in der vorgeführt wird, wie man Cobras mit den Händen und die “jumping snake” mit dem Mund fängt. Trockenes Kommentar der Leiterin: Aber nicht von mir.  Na ge : P Dann hat der Fahrer den unvermeidlichen Lady-Gaga-Remix aufgedreht (mein Hostel beschallt uns mit einem ähnlichen, Hauptsache Lady Gaga scheint das Motto zu sein) und ist aufs Gas gestiegen.

Die Touristenkopie ist eine echte Touristenkopie. Außer den Verkäufern hab ich gezählte drei Thailänder gesehen, darunter ein Mönch, den unser Long Boat fast über den Haufen gefahren hätte, als er ums Eck gepaddelt kam.

Die angenehme Überraschung inmitten des thailändischen Disneylands: Die Verkäufer waren die Ruhe selbst, keiner versucht dir aufdringlich oder unangenehm Sachen anzudrehen und das Essen war wirklich gut und nicht überteuert.

Fazit: war lustig und nett mit den Mädels, wer nicht unbedingt einen Hut braucht, der auch ein Fächer (!) ist oder unglaublich auf Holzelefanten steht, kann sich das sparen.

40 THB :)

Irgendwer eine Ahnung, was das ist? Schmeckt nach Beeren *schulterzuck*

Pläne sind super

Ich bin gestern mal ausnahmsweise mit so was wie einer “To See” Liste aus dem Hostel marschiert: Grand Palace und dann Wat Arun, eventuell noch die Khao San Road.

Nach etwa 10 Min. bin ich draufgekommen, dass ich in die falsche Richtung gegangen bin. Ich war zu faul zum Umdrehen und bin gleich zur Khao San Road marschiert. Kaum hatte ich einen Fuß auf die Straße gesetzt, wollten mir gleich drei Sikhs aus der Hand lesen. Meinem Rücken haben sie dann erklärt, dass ich “A lucky lady! A very lucky lady!” bin. Ob das gut für’s Geschäft ist? : P

Berühmt-berüchtigte Touristenfalle

Nach einer zu teuer erstandenen Hose bin ich dann weiter zum Pier, um mit dem Boot Richtung Wat Arun zu fahren. Die Boote zu nützen kann ich jedem, der in Bangkok ist, ans Herz legen: Es ist billig, lustig und schnell. Ich hab mir ein Tages(touristen)ticket gekauft (150 THB, sprich teuer, eine einfache Fahrt mit einem der Slow Boats kostet 5 THB, wenn ich das richtig gesehen hab), mit dem man mehrere Stationen abklappern kann. Da landet man dann in Stadtvierteln, die man so vermutlich nicht gesehen hätte – im positiven Sinn 🙂

Natürlich bin ich bei einer der Stationen ins falsche Boot gestiegen, dass mich am anderen Flussufer ausgespuckt hat. Dort gab es allerdings auch einen sehr netten Markt mit ausgezeichnetem Essen und ich hab dann relativ schnell wieder ein Boot gefunden, dass mich zurückgebracht hat. Von dort aus ging es dann endlich Richtung Tempel.

Wat Pho ist bekannt für den “schlafenden Buddha”, eine gigantische Statue, die den ganzen Tempel ausfüllt. Wirklich beeindruckend, ich kann’s nur empfehlen. Das Tempelgelände drumherum ist riesig, ich bin sicher zwei Stunden dort herummarschiert. Danach hatte ich allerdings von Tempeln für’s erste genug, Wat Arun hab ich für den Tag sein lassen.

Wat Pho

Alles was der Tempelbesucher braucht 😉

Laut Karte war ich um’s Eck vom Blumenmarkt – der soll zwar erst in der Nacht so richtig toll sein, aber mei. Die Ecken in Bangkok sind recht groß, wie ich draufgekommen bin, ich war ein zeiterl unterwegs. Dafür ist der Markt echt nett, hauptsächlich werden Blumen (na ge), Gemüse und Süßigkeiten verkauft.

Soooo hübsch ❤

Vom Blumenmarkt geht es – auf der Karte – eigentlich gerade zurück zu mir ins Hostel. Ich hab’s natürlich fertiggebracht, mich ganz unglaublich zu verlaufen und bin so zwei Stunden durch Bangkok gewandert. War auch nett und mein Unterbewusstes schien drauf zu stehen, als ich dann nämlich endlich die gesuchte Querstraße gefunden hab, bin ich dort auch noch mal in die falsche Richtung gegangen und stand am Ende der Straße nicht vor meinem Hostel, sondern den Grand Palace, mit dem der Spaziergang eigentlich angefangen hat.

Ich bin mir sicher, man kann aus dem Tag ein buddistisches Lehrgleichnis zimmern. Titel: Nimm dir ein Taxi.

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