Siem Reap

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Shoppen war der erste Streich…

Ich hab den letzten Tag in Siem Reap klassisch mit einer Sonnenuntergangstour der letzten Tempel ausklingen lassen.

 

 

Siem Reap war nicht nur wundersch├Ân (bzw. die Tempel waren es ­čśë ) und voll guter Restaurants/Bars, ich hatte auch viele nette und lustige Begegnungen, sei es mit Touristen oder Einheimischen. Mit einem Kartenkontrolleur (man muss bei jedem Tempel sein Ticket vorweisen) hab ich auf seinen Wunsch hin Deutsch ge├╝bt und ein kleiner Bub hat mir, nachdem er mich gefragt hat, woher ich bin, eine 1-Euro M├╝nze pr├Ąsentiert, die ihm irgendein Scherzkeks gegeben hat. Die wollte er gewechselt haben, also haben wir Euro gegen USD und Riel getauscht.

 

Back in PP

 

Meine Mission zur├╝ck in Phnom Penh (neben essen, Leute treffen und Kaffee trinken): die Eink├Ąufe nach ├ľsterreich schicken. In Thailand und Laos hab ich das alles ├╝ber die ├Ârtliche Post erledigt, ohne Probleme. Die Post in Kambodscha hat aber leider den Ruf, dass Pakete nur dann ankommen, wenn der Inhalt f├╝r die Mitarbeiter uninteressant ist. Ich hab keine Ahnung, ob die Leute dort dringend T├╝cher brauchen, aber nachdem mir selbst die Einheimischen in meinem Hotel davon abgeraten haben, die Post zu verwenden, hab ich mich nach einer Alternative umgeschaut.

 

Wat Phnom – ich hab hier nicht nur geshoppt.

 

TNT, von den Expats hochgelobt, haben leider ihr B├╝ro geschlossen, weil sie – laut Internet – keine Lust mehr hatten, die Schmiergelder zu bezahlen. Daf├╝r kann man ihnen nicht wirklich b├Âse sein, also hab ich DHL aufgesucht. Die Dame dort hat mir mit einem strahlenden L├Ącheln die Preise verraten: 3 kg = 200 USD, 5 kg = um die 450 USD. Daf├╝r packen sie mir alles umsonst ein, sogar der Karton ist gratis!

Ich bin leicht blass wieder in die Hitze hinausgewankt und hab mich schon meinen vollgestopften Rucksack (was soll ich sagen, ich geb dem russischen Markt die Schuld) durch halb Kambodscha bis nach Vietnam zerren sehen, wo die Post angeblich verl├Ą├člich und finanzierbar ist.

Die UPS-Zweigstelle hier wird im Internet ├Ąhnlich verrissen wie die offizielle Post, also bin ich zu meiner letzten Hoffnung gefahren: EMS. Und mein Tuktuk-Fahrer hat mich vor der offiziellen Post hinausgeworfen.

 

Dum dum dum duuuuu…

 

Ich hab kurz ├╝berlegt, ob ich die Krise bekommen soll, als er mir sehr geduldig erkl├Ąrt hat, dass EMS im gleichen Geb├Ąude ist. Und so war es dann auch. Die Preise waren um einiges humaner als bei DHL (Die spinnen ja wirklich komplett) und ich hab mir eingeredet, dass das gleiche Geb├Ąude nicht unbedingt gleiche Methoden bedeutet. Der ├╝bliche Papierkram wurde erledigt, der Knabe dort hat die Sachen in einen zu kleinen Karton geworfen, einen zweiten Karton als Deckel dar├╝bergest├╝lpt und das Ganze dann in eine Klebeband-Mumie verwandelt – Gott, ich hoff, das h├Ąlt! >.< Oh bitte, bitte, mach das es h├Ąlt!

Ihr d├╝rft jetzt alle Wetten abschlie├čen, wann das Paket ankommt, in welchem Zustand… und ob. *bet*

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Indiana meets Ms.Croft

Nach dem Marathon gestern, war heute “Tempel light” angesagt. Mr. M hat mich um 8 in der Fr├╝h abgeholt (Yay! Schlaf!) und wir sind den Weg zu den abgelegenen Tempeln angetreten: Banteay Srey, Kbal Spean (Wasserfall) und Banteay Samre. 50 km in einem Tuk-Tuk sind eine ganz sch├Âne Strecke – Hut ab vor den Wahnsinnigen Leuten, die das mit dem Fahrrad machen.

Beide Tempel waren der absolute Wahnsinn, die Verzierungen und Schnitzereien waren bis jetzt mitunter die beeindruckendsten, die ich sehen durfte.

Zwischendurch hat mich Mr. M mit kaltem Wasser versorgt und im Gegensatz zu gestern hab ich ihn auch nach jedem Tempel recht schnell gefunden, weil dort einfach viel weniger los war – gestern hab ich teilweise geglaubt, ihn f├╝r immer in dem Meer aus Tuk-Tuks verloren zu haben.

Der Wasserfall an sich ist jetzt nicht so dramatisch wie die in Laos, der Weg dahin ist allerdings ein kleiner Dschungelausflug, inklusive kamerascheuer blauer Echsen, Affenrufe und Ameisen/Termitenstra├čen, wie ich sie bis jetzt nur aus dem Fernsehen gekannt habe.

Termiten-Tempel

Endlich eine von diesen Libellen erwischt, wenn auch nur in rotbraun – die flitzen n├Ąmlich auch in knallrot und t├╝rkis herum.

Der Fluss ist f├╝r die Hinduisten heilig und um den Wasserfall herum finden sich beeindruckende Schnitzereien – ich hab mich wirklich ein bi├čchen als Entdeckerin gef├╝hlt. ^^

Um 3 waren wir dann wieder beim Guesthouse und nach einem Essen in Khmer Kitchen (Super! Wahnsinn! Geht da hin!) hab ich das Gleiche getan, wie gestern: die dortige Wirtschaft angekurbelt. Abgesehen von dem Lebensmittelabteil werden im “Old Market” haupts├Ąchlich Souvenirs verkauft: Hosen, T├╝cher, Gew├╝rze, Schmuck…. Touristenfalle ist ein Hilfsausdruck und das schl├Ągt sich nat├╝rlich in den Preisen nieder.

Ich hatte gestern keine rechte Lust zu handeln – wenn ich um 4 Uhr Fr├╝h aus dem Bett muss, steh ich den meisten Sachen indifferent gegen├╝ber. Zum Gl├╝ck hat die Verk├Ąuferin meinen Teil der Konversion ├╝bernommen und sich selbst von 35 auf 18 USD hinuntergehandelt, w├Ąhrend ich nur dagestanden bin und hin und wieder Hm gebrummelt hab. Die Gute hat mich heute knallhart wieder erkannt, da ich aber Schlaf bekommen habe, konnte ich mich ihrem “Want more? I have many different colours!” entziehen.

Angkor Wat

Siem Reap ist gr├Â├čer, als ich gedacht hab und hat ein echt nettes Zentrum mit vielen guten Lokalen/Caf├ęs. Ich teil mir mein Zimmer hier auch wieder mit einem Gecko, der offenbar unter meinem Bett wohnt und von unserem Zusammenleben wenig begeistert scheint. Gestern hat er sich misstrauisch in der Lampe versteckt und wie ich heute ins Zimmer gekommen bin, ist er in meinen Polster├╝berzug gefl├╝chtet. War nat├╝rlich die denkbar bl├Âdeste Richtung : P

Unsere Gespr├Ąche laufen auch immer gleich ab:

Ich: Du bist so s├╝├č! ÔŁĄ

Er: $%┬ž&%$!!!

Meistens hat er allerdings eh Ruhe vor mir, immerhin bin ich hier, um die Tempel zu sehen und nicht, um arme Geckos zu stressen.

 

Die Tempelanlage ist riesig. Die Tuk-Tuk Fahrer haben sie in drei Teile eingeteilt: kleine Runde, gro├če Runde und dann die weiter abgelegenen Tempel. Theoretisch kann man den Hauptteil (kleine und gro├če Runde) an einem Tag sehen, aber ich stell mir das nicht sonderlich lustig vor. F├╝r jede Runde braucht man um die 6 Stunden und zumindest ich hab nach 6 Stunden einfach genug.

Manche Tapferen bestreiten das mit dem Fahrrad, ich hab mir ├╝ber mein Guesthouse einen Tuk-Tuk Fahrer empfehlen lassen und die Entscheidung keine Sekunde bereut – obwohl mein Fahrer Mr. Mean hei├čt. ­čśë

Ich hab mich f├╝r den klassischen Start entschieden: Sonnenaufgang in Angkor Wat, und hab mich von Mr. M um 5 (in Worten: f├╝nf) in der Fr├╝h aufklauben lassen. Wer ├╝brigens glaubt, um 5 als einziger auf dem Weg nach Angkor Wat zu sein, der irrt. Wir sind in einer Kolonne dahingetuckert. Vor Angkor Wat sind alle aus ihren Gef├Ąhrten geklettert und wir sind in v├Âlliger Dunkelheit auf das Tempelgel├Ąnde marschiert. (Ein paar intelligente Leute hatten Taschenlampen mit.)

Tja, und dann wartet man darauf, dass die Sonne aufgeht.

 

Sieht wer schon was?

 

 

Irgendwie war der Sonnenaufgang und Angkor Wat etwas antiklimatisch, wahrscheinlich, weil es so gehypt wird und ich wei├č Gott was erwartet habe. Was aber nicht hei├čen soll, dass es nicht absolut sehenswert ist.

 

 

Die Affen dort waren sehr entspannt und nicht wirklich an den Touristen interessiert. Sehr sympathisch.

 

 

Die Tempel, die ich am spektakul├Ąrsten fand, waren aber Angkor Thom und Ta Prohm.

 

 

├ťbrigens: Eine gutgemeinte Warnung an die Leute, die meinen, es sei super, S├╝dostasien in Shorts und Tr├Ąger/Ruderleiberl zu bereisen: In Angkor Wat ist dann Schluss damit. Ich hab einige M├Ądels gesehen, die nicht in die Haupttempel durften, weil sie nackt waren. Das gilt im ├╝brigen auch f├╝r M├Ąnner, also zieht euch was an. Oder nehmt euch T├╝cher mit. Oder dreht euch einfach um und geht f├╝nf Meter zum n├Ąchsten H├Ąndler, der euch sicher mit Begeisterung Hosen, T├╝cher und Sonstiges verkauft.

 

Wieviel Schals Indiana Jones wohl gekauft hat? Oder Laura Croft?

 

 

Apropos H├Ąndler: Ich wurde auch von allen Seiten vor ihnen gewarnt: Hartn├Ąckig bedr├Ąngen sie einen von allen Seiten und kleine Kinder verfolgen einen, bis man etwas kauft, so die Geschichten.

Ich scheine Gl├╝ck gehabt zu haben, so schlimm war es nicht, zumindest heute nicht. Ja, es sind H├Ąndler da, aber ein Kopfsch├╝tteln und ein freundliches Nein hat eigentlich immer gereicht. Das Angebot wechselt mit der Uhrzeit, was ganz am├╝sant zu beobachten war: In der Fr├╝h war es Fr├╝hst├╝ck, Kaffee, Taschenlampen und Lady Gaga CDs (WTF?) und dann ging es zu B├╝chern, Bildern und den unvermeidlichen Schals ├╝ber. Ein kleines M├Ądchen hat mich hartn├Ąckig verfolgt, aber meine Dollars hab ich dann wirklich lieber bei den Amputee Bands gelassen, die dort spielen.

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