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Indiana meets Ms.Croft

Nach dem Marathon gestern, war heute “Tempel light” angesagt. Mr. M hat mich um 8 in der Früh abgeholt (Yay! Schlaf!) und wir sind den Weg zu den abgelegenen Tempeln angetreten: Banteay Srey, Kbal Spean (Wasserfall) und Banteay Samre. 50 km in einem Tuk-Tuk sind eine ganz schöne Strecke – Hut ab vor den Wahnsinnigen Leuten, die das mit dem Fahrrad machen.

Beide Tempel waren der absolute Wahnsinn, die Verzierungen und Schnitzereien waren bis jetzt mitunter die beeindruckendsten, die ich sehen durfte.

Zwischendurch hat mich Mr. M mit kaltem Wasser versorgt und im Gegensatz zu gestern hab ich ihn auch nach jedem Tempel recht schnell gefunden, weil dort einfach viel weniger los war – gestern hab ich teilweise geglaubt, ihn für immer in dem Meer aus Tuk-Tuks verloren zu haben.

Der Wasserfall an sich ist jetzt nicht so dramatisch wie die in Laos, der Weg dahin ist allerdings ein kleiner Dschungelausflug, inklusive kamerascheuer blauer Echsen, Affenrufe und Ameisen/Termitenstraßen, wie ich sie bis jetzt nur aus dem Fernsehen gekannt habe.

Termiten-Tempel

Endlich eine von diesen Libellen erwischt, wenn auch nur in rotbraun – die flitzen nämlich auch in knallrot und türkis herum.

Der Fluss ist für die Hinduisten heilig und um den Wasserfall herum finden sich beeindruckende Schnitzereien – ich hab mich wirklich ein bißchen als Entdeckerin gefühlt. ^^

Um 3 waren wir dann wieder beim Guesthouse und nach einem Essen in Khmer Kitchen (Super! Wahnsinn! Geht da hin!) hab ich das Gleiche getan, wie gestern: die dortige Wirtschaft angekurbelt. Abgesehen von dem Lebensmittelabteil werden im “Old Market” hauptsächlich Souvenirs verkauft: Hosen, Tücher, Gewürze, Schmuck…. Touristenfalle ist ein Hilfsausdruck und das schlägt sich natürlich in den Preisen nieder.

Ich hatte gestern keine rechte Lust zu handeln – wenn ich um 4 Uhr Früh aus dem Bett muss, steh ich den meisten Sachen indifferent gegenüber. Zum Glück hat die Verkäuferin meinen Teil der Konversion übernommen und sich selbst von 35 auf 18 USD hinuntergehandelt, während ich nur dagestanden bin und hin und wieder Hm gebrummelt hab. Die Gute hat mich heute knallhart wieder erkannt, da ich aber Schlaf bekommen habe, konnte ich mich ihrem “Want more? I have many different colours!” entziehen.

Angkor Wat

Siem Reap ist größer, als ich gedacht hab und hat ein echt nettes Zentrum mit vielen guten Lokalen/Cafés. Ich teil mir mein Zimmer hier auch wieder mit einem Gecko, der offenbar unter meinem Bett wohnt und von unserem Zusammenleben wenig begeistert scheint. Gestern hat er sich misstrauisch in der Lampe versteckt und wie ich heute ins Zimmer gekommen bin, ist er in meinen Polsterüberzug geflüchtet. War natürlich die denkbar blödeste Richtung : P

Unsere Gespräche laufen auch immer gleich ab:

Ich: Du bist so süß! ❤

Er: $%§&%$!!!

Meistens hat er allerdings eh Ruhe vor mir, immerhin bin ich hier, um die Tempel zu sehen und nicht, um arme Geckos zu stressen.

 

Die Tempelanlage ist riesig. Die Tuk-Tuk Fahrer haben sie in drei Teile eingeteilt: kleine Runde, große Runde und dann die weiter abgelegenen Tempel. Theoretisch kann man den Hauptteil (kleine und große Runde) an einem Tag sehen, aber ich stell mir das nicht sonderlich lustig vor. Für jede Runde braucht man um die 6 Stunden und zumindest ich hab nach 6 Stunden einfach genug.

Manche Tapferen bestreiten das mit dem Fahrrad, ich hab mir über mein Guesthouse einen Tuk-Tuk Fahrer empfehlen lassen und die Entscheidung keine Sekunde bereut – obwohl mein Fahrer Mr. Mean heißt. 😉

Ich hab mich für den klassischen Start entschieden: Sonnenaufgang in Angkor Wat, und hab mich von Mr. M um 5 (in Worten: fünf) in der Früh aufklauben lassen. Wer übrigens glaubt, um 5 als einziger auf dem Weg nach Angkor Wat zu sein, der irrt. Wir sind in einer Kolonne dahingetuckert. Vor Angkor Wat sind alle aus ihren Gefährten geklettert und wir sind in völliger Dunkelheit auf das Tempelgelände marschiert. (Ein paar intelligente Leute hatten Taschenlampen mit.)

Tja, und dann wartet man darauf, dass die Sonne aufgeht.

 

Sieht wer schon was?

 

 

Irgendwie war der Sonnenaufgang und Angkor Wat etwas antiklimatisch, wahrscheinlich, weil es so gehypt wird und ich weiß Gott was erwartet habe. Was aber nicht heißen soll, dass es nicht absolut sehenswert ist.

 

 

Die Affen dort waren sehr entspannt und nicht wirklich an den Touristen interessiert. Sehr sympathisch.

 

 

Die Tempel, die ich am spektakulärsten fand, waren aber Angkor Thom und Ta Prohm.

 

 

Übrigens: Eine gutgemeinte Warnung an die Leute, die meinen, es sei super, Südostasien in Shorts und Träger/Ruderleiberl zu bereisen: In Angkor Wat ist dann Schluss damit. Ich hab einige Mädels gesehen, die nicht in die Haupttempel durften, weil sie nackt waren. Das gilt im übrigen auch für Männer, also zieht euch was an. Oder nehmt euch Tücher mit. Oder dreht euch einfach um und geht fünf Meter zum nächsten Händler, der euch sicher mit Begeisterung Hosen, Tücher und Sonstiges verkauft.

 

Wieviel Schals Indiana Jones wohl gekauft hat? Oder Laura Croft?

 

 

Apropos Händler: Ich wurde auch von allen Seiten vor ihnen gewarnt: Hartnäckig bedrängen sie einen von allen Seiten und kleine Kinder verfolgen einen, bis man etwas kauft, so die Geschichten.

Ich scheine Glück gehabt zu haben, so schlimm war es nicht, zumindest heute nicht. Ja, es sind Händler da, aber ein Kopfschütteln und ein freundliches Nein hat eigentlich immer gereicht. Das Angebot wechselt mit der Uhrzeit, was ganz amüsant zu beobachten war: In der Früh war es Frühstück, Kaffee, Taschenlampen und Lady Gaga CDs (WTF?) und dann ging es zu Büchern, Bildern und den unvermeidlichen Schals über. Ein kleines Mädchen hat mich hartnäckig verfolgt, aber meine Dollars hab ich dann wirklich lieber bei den Amputee Bands gelassen, die dort spielen.

Mission: Flipflops

Anstatt direkt von Phnom Penh nach Siem Reap zu fahren, hab ich mich für einen Zwischenstopp in Battambang entschieden.

Hallo Battambang.

Battambang ist eine nette kleine Stadt mit jeder Menge guter Lokale und der Möglichkeit, sich einen Fahrer zu nehmen und die Sehenswürdigkeiten der Gegend zu erkunden (Fledermaushöhlen, Ruinen, Killing Fields). Ich hab drauf verzichtet, da ich gerade Choeung Ek hinter, und Angkor Wat vor mir habe. Außerdem hatte ich für Battambang bereits eine tagesfüllende Mission: Flipflops.

Chillen im “Gecko” über den Dächern Battambangs.

Von meinen heißgeliebten Sandalen, die ich in Bangkok erstanden habe, wurden mir auf Don Det eine von einem der Hunde geklaut und vernichtet. Nachdem ich nicht vor habe, die nächsten zwei Monate auf nur einem Bein durch Asien zu hüpfen, mussten also neue Flipflops her. Jeder, der mich kennt und auch nur einmal mit mir einkaufen war, weiß, wie hakelig ich bin – und lehnt sich vermutlich gerade mit einem erleichterten Aufatmen zurück, weil er/sie der Einkaufstour entkommen ist.

Der Markt.

Tatsächlich hab ich die Sache dann schneller hinter mich gebracht, als gedacht. Nach ein paar Kreisen um die fünf “Schuhstände” war klar: die meisten Flipflops, die mir gefallen (und das waren natürlich nicht viele : P) gibt es nicht in meiner Größe. Also hab ich mir unter den anderen ein Paar ausgesucht, das hoffentlich die Haut auf meinen Zehen lassen wird (Haben andere eigentlich auch dieses Problem mit Flipflops, oder bin das nur ich?), die Verkäuferin hat ihr Mittagessen beiseite gestellt und es wurde verhandelt.

Die Damen auf dem Markt hier sind ganz schön taff (hab auch noch anderes Zeug gekauft), ich konnt sie dann dazubringen, mir einen Dollar “Discount” zu geben – der Taschenrechner ist gute 5 Minuten zwischen uns herumgewandert.

Sieg.

 

Morgen geht es nach Siem Reap, ich bin schon gespannt – auch darauf, wie lange die Busfahrt wirklich dauert 😉

Bling Bling FTW

Die sechs Stunden im Bus nach Chiang Mai haben sich ausgezahlt: Mein Hostel ist wirklich süß und Frau S. würde es besonders lieben, weil die Haus- und Hofkatze dort überall herumliegt und sich von jedem Streicheleinheiten abholt. Außer von mir, das Tier hat Instinkt. Und vermutlich Tollwut :p

 

Platz zum Chillen und Kaffee trinken

 

Schon auf dem Weg zu dem Hostel hab ich gewusst: Chiang Mai wird meine Stadt. Überall tolle Geschäfte mit schönen Stoffen und glizerndem Zeug. Nachdem ich bis jetzt nichts gekauft hab, außer das, was ich gebraucht habe, könnt ihr euch vermutlich denken, wie sehr es mich schon in den Fingern gejuckt hat ^^”

 

Grün zum Entspannen gibt es hier auch.

 

Der Nachtmarkt war dann auch der Wahnsinn, ich hab mit Freuden Geld hinausgeworfen und hab es sogar geschafft, an einem Stand die erste Kundin zu sein. Das merkt man hier daran, dass die Verkäufer mit dem Geld alle Sachen am Stand berühren, weil es Glück bringt. Ich hab mir gewünscht, das einmal zu sehen und dann war ich sogar selbst die erste 🙂

 

Auf Nachtmärkten ist es finster.

 

Ich hab mich also mit Köstlichkeiten vollgestopft (Palmherzenmark <3) und mich von den vielen Lichtern und Farben zum Kaufrausch animieren lassen. Heute ist der große Sonntagsmarkt, der doppelt so groß ist wie der normale (ca 8000 Stände) und ich bin zu allem bereit 😛

 

 

Einen Kochkurs und eine Tageswanderung hab ich auch schon gebucht – Chiang Mai wird tödlich für mein Budget sein x.x

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