Drachen

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Hue ist heiß. Nein, nur wettertechnisch.

Hue ist nicht sonderlich spannend. Wer ein Motorrad hat und nicht so eine feige (und faule) Nuss ist wie ich, fährt zu Tempeln und Gräber bzw. dem Nationalpark, die alle etwas außerhalb liegen. Zu sehen gibt es in der Stadt selber die Zitadelle der letzten Dynastie und man kann mit einem Drachenboot auf dem Perfume River fahren.

Sieht fast bearbeitet aus, aber nein, es war so grau und das Boot das einzig bunte weit und breit.

Wie Frau S. in HCMC schon festgestellt hat, hab ich meinen Anteil an Bootsfahrten in Bangkok und Laos gehabt und bin nicht sonderlich wild auf weitere – mit Ausnahme von der Ha Long Bay Tour vielleicht. Also hab ich den Drachen nur gedanklich die Köpfe getätschelt und Fotos von ihnen gemacht – das muss als Hue-Dragonboat-Erfahrung reichen.

Zur Zitadelle hab ich mich dann aber doch aufgemacht. Sie ist riesig und man ist auf dem Gelände eine Zeitlang unterwegs, bis man alles gesehen hat. Angeblich gibt es dort auch noch die Arena, in der Elephanten und Tiger gegeneinander gekämpft haben, ich hab sie nicht gefunden. Die Tierkämpfe wurden übrigens angeblich erst 1945 eingestellt und wer sich fragt, wer gewonnen hat: Immer der Elefant, da er das Symbol des Herrschers war. Dem Tiger wurden vor dem Kampf Zähne und Krallen entfernt – arme Viecher -.-

Aber zu weniger depremierenden Aspekten der Anlage. Neben halb zerfallenen Tempeln und beeindruckenden Gebäuden erfüllen sich hier sämtliche Torträume und man kann sich mit der Kamera ordentlich austoben.

Und die Gärten sind wunderschön.

Ansonsten gibt es zu Hue wirklich nicht viel zu sagen, das einzig Aufregende war, dass ich meinen ersten klimatisierten Supermarkt in ganz Vietnam hier gefunden habe: Angeschriebene Preise! Schokolade, die einem nicht aus der Folie entgegenfließt. Angeschriebene Preise!

Abgesehen von ausgedehnten Spaziergängen im Supermarkt verbringe ich irgendwie die meiste Zeit hier unter dem nächsten Ventilator in meinem Hostel und versuche, mich so wenig wie möglich zu bewegen. Nach angenehm kühlen Tagen in Hoi An, dampft in Hue wieder der Asphalt und vor der Dusche ist fast zu jeder Tageszeit eine kleine Schlange. Angeblich ist es in Hanoi kühler – ich glaub erst einmal gar nichts.

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Drachenparadies Mui Ne

Mui Ne ist eine kleine “Strandstadt” und liegt ca. 5 Stunden von Ho Chi Minh City entfernt. Die Stadt selber ist nicht sehr aufregend und ich hab schon schönere Strände gesehen, aber es ist ein ausgezeichneter Ort, um sich zu erholen. Außerdem weht hier ständig der Wind, was in der Hitze mehr als nur angenehm ist.

 

Mein Hostel weiß, was man von einem Schlüssel erwartet.

 

Durch den ständigen Wind ist Mui Ne ein bißchen zum Kite Surfer Paradies geworden und es reiht sich hier eine Kite Surfer Schule an die andere, die einem alle billiger und schneller als die Nachbarschule das Kite Surfen beibringen möchten.

 

Ich war zu feig zum Kite Surfen – es hat vom Ufer gefährlich genug ausgesehen, vor allem bei der Menge von Leuten am Meer.

Die “Sehenswürdigkeit” hier sind die Sanddünen – es gibt rote und weiße – die man mit einem amerikanischen Jeep erkundet. Man darf sich hier ein Ausrufezeichen dazudenken, dass man die Tour mit einem amerikanischen (!) Jeep (!) macht, wird als Highlight verkauft. Natürlich kann man auch ohne Probleme alleine mit dem Motorrad dorthin kurven, aber dafür bin ich auch zu feig – ich mag meine Haut dort, wo sie ist.

 

 

 

Das Tourpaket im amerikanischen (!) Jeep (!) ist aber ganz nett: Nach den weißen Sanddünen wirft man einen Blick auf das Fischerdorf neben an und dann fährt man zum Fairy Stream, den man 2 km entlang spazieren kann, bis man zu einem Wasserfall kommt.

Ich bin nicht bis zum Wasserfall gegangen, aber die Landschaft um den kleinen “Fluss” ist wirklich wunderschön – auch wenn man teilweise in Jauche watet, bzw. kam es mir vom Geruch her so vor, weswegen ich mich soweit wie möglich am Ufer entlang gehantelt habe… ich hab erwähnt, dass ich feig bin, oder? 😉

Beendet wurde der Ausflug dann mit dem Sonnenuntergang über den roten Dünen, bevor wir wieder in den amerikanischen (!) Jeep (!) gestapelt und zurückgebracht wurden.

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