Chiang Mai

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Chili und Tomatenschildkröten

Kochkurse gibt es in Chiang Mai wie Sand am Meer – wie überhaupt alles an Tourangeboten. Ich komm mir ein bißchen vor, wie in einem Ferienlager 😉

Die liebe Frau M. hat mir einen Kochkurs ans Herz gelegt, den sie selbst gemacht hat, aber – Rebellin, die ich nun einmal bin – hab ich mich für einen anderen entschieden.

Das Programm war für die Kurse hier “klassisch”: Wir wurden in der Früh aufgeklaubt und zum Markt gebracht, wo uns unser Leiter ein bißchen was über die Zutaten erzählt, Tipps zum Einkaufen gegeben (auf was sollte man achten) und uns generell über ein paar der Sachen aufgeklärt hat, die man auf den Märkten bekommt (etwa, dass die rosa Eier die berühmt-berüchtigten 1000jährigen Eier sind).

Dann ging es ab in die Kochschule, die in einer sehr netten, ruhigen und grünen Gegend lag.

 

Der Tatort

 

 

Dort angekommen wurden wir in den Garten geführt, wo ein paar Zutaten geerntet und noch ein bißchen Allgemeinwissen angesammelt wurde: Die Chilischoten, die nach oben wachsen sind schärfer als die, die nach unten wachsen. Was einem nicht viel hilft, wenn man sie am Teller hat, wie ich find… obwohl’s eine geile Frage an den Kellner wäre: Entschuldigen Sie, aber in welche Richtung sind die Chilis auf meinem Teller gewachsen?

 

Die wurden reichlich verwendet.

 

 

Dann wurden endlich die Herde angefeuert: natürlich mit Gas. x.x Aber ich hab weder mich, noch die Küche abgefackelt, also würd ich sagen, 1:0 für mich.

 

Uaha

 

In den Kochpausen, in denen nicht gegessen wurde – und wir haben wirklich den ganzen Tag gegessen –  gab es kleine Einführungen ins Gemüseschnitzen, das in Thailand sehr beliebt ist.

 

Mein zaghafter versuch an einem Salatblatt.

Meine Mangoblume. Glitischige Angelegenheit, die G’schicht.

Beispiel vom Meister des Schnitzmessers.

 

 

Ein paar Sachen wurden gemeinsam gekocht: sticky rice, Frühlingsrollen, diverse Saucen und die Curry-Paste. Zitat vom Koch: Wenn wir mit der fertig sind, dann wisst ihr, warum sie alle Thailänder am Markt kaufen und nicht selbst machen. Und ja, konnten wir nachvollziehen, eine ordentliche Paste braucht Zeit und vor allem Kraft.

 

 

Papaya-Salat. Nein, ich hab die Tomaten nicht gegessen.

Der Klassiker: Sticky rice with mango. Und ja, die Mango hab ich auch aussortiert.

Meine drei Gerichte: Cashew-Chicken Stir Fry, Gebratene Nudeln (im Omlett) und Massaman-Curry.

Festmahl am Schluss

 

 

Am späten Nachmittag wurden wir dann, ausgestattet mit einem Kochbuch und einem Zertifikat, in den Wagen gerollt und zurückgebracht. Ich bin jetzt also zertifizierte Spezialistin für thailändische Küche, hab den Wert von Fischsoße entdeckt und Palmzucker auf die Einkaufsliste gesetzt. Fürchtet euch. : P

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Bling Bling FTW

Die sechs Stunden im Bus nach Chiang Mai haben sich ausgezahlt: Mein Hostel ist wirklich süß und Frau S. würde es besonders lieben, weil die Haus- und Hofkatze dort überall herumliegt und sich von jedem Streicheleinheiten abholt. Außer von mir, das Tier hat Instinkt. Und vermutlich Tollwut :p

 

Platz zum Chillen und Kaffee trinken

 

Schon auf dem Weg zu dem Hostel hab ich gewusst: Chiang Mai wird meine Stadt. Überall tolle Geschäfte mit schönen Stoffen und glizerndem Zeug. Nachdem ich bis jetzt nichts gekauft hab, außer das, was ich gebraucht habe, könnt ihr euch vermutlich denken, wie sehr es mich schon in den Fingern gejuckt hat ^^”

 

Grün zum Entspannen gibt es hier auch.

 

Der Nachtmarkt war dann auch der Wahnsinn, ich hab mit Freuden Geld hinausgeworfen und hab es sogar geschafft, an einem Stand die erste Kundin zu sein. Das merkt man hier daran, dass die Verkäufer mit dem Geld alle Sachen am Stand berühren, weil es Glück bringt. Ich hab mir gewünscht, das einmal zu sehen und dann war ich sogar selbst die erste 🙂

 

Auf Nachtmärkten ist es finster.

 

Ich hab mich also mit Köstlichkeiten vollgestopft (Palmherzenmark <3) und mich von den vielen Lichtern und Farben zum Kaufrausch animieren lassen. Heute ist der große Sonntagsmarkt, der doppelt so groß ist wie der normale (ca 8000 Stände) und ich bin zu allem bereit 😛

 

 

Einen Kochkurs und eine Tageswanderung hab ich auch schon gebucht – Chiang Mai wird tödlich für mein Budget sein x.x

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