Thailand

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Salakaewkoo

Die Fahrt nach Nong Khai war zwar zach, aber in dem Grenzstädtchen kann man sich wunderbar erholen. Es gibt einen netten Markt, einen erstaunlich großen Nachtmarkt, jede Menge schöner Tempel und man kann gemütlich den Mekong entlang spazieren und Laos zuwinken.

 

Ein Highlight in Nong Khai ist der Salakaewkoo Sculpture Park. Die Anlage lässt sich schwer beschreiben/auf Bild bannen. Im Endeffekt ist es ein Park mit gigantischen Skulpturen des Künstlers Luang Poo und unglaublich beeindruckend.

Ich hab mich mit meiner Kamera dort auch ziemlich ausgetobt, aber ich erspar euch die Bilderflut und hoff, die Fotos können euch einen ungefähren Eindruck vermitteln. Wer mag, es gibt zig Fotoalben von dem Park im www 😉

Ach ja, die schwarzen Flecke auf den Fotos einfach ignorieren, ich hab seit Chiang Mai Urwalddreck in meiner Kamera.

 

Mein Liebling.

 

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My favourite: Pai Treehouse Resort, Pai, Thailand

Das Pai ein herziges Städtchen ist, hab ich ja schon erwähnt. 🙂

Neben den verschiedensten Ausflügen und Kursen (Yoga, Reiki, Zeichnen,..), gibt es hier auch zig witzige/romantische/abgefahrene Bars, Restaurants und Teehäuser und ich konnte mich nicht so recht  zwischen einem Liebling entscheiden. Das Witching Well mit seinen fantastischen chocolate-nut pancakes ist mir genauso ans Herz gewachsen, wie das nette Lokal mit dem Muschelvorhang, durch den man der gegenüberliegenden Töpferei bei der Arbeit zusehen kann.

Blick von der Töpferwerkstatt, in der ich einen Nachmittag hängen geblieben bin 🙂

Ich find den Namen nach wie vor super und die Bar ist auch wirklich nett.

 

 

Wer sich von den ganzen netten Lokalen dort losreißen kann und sich etwas aus Pai herauswagt, wird mit atemberaubender Landschaft belohnt und in der umliegenden Gegend habe ich dann auch meinen persönlichen Favouriten gefunden: Das Pai Treehouse Resort.

 

 

 

 

Das Pai Treehouse Resort liegt ein bißchen außerhalb von Pai. Mit dem Fahrrad sind es gute zwanzig bis dreißig Minuten, mit dem Scooter geht es dementsprechend schneller. Alleine die Landschaft auf dem Weg dorthin, ist die “Reise” wert.

 

 

 

Im Treehouse Resort selber, lässt es sich einfach wunderbar entspannen. Es gibt so ziemlich alles an Koffeinvarianten und Shakes, die man sich wünschen kann und sie bieten, was ich so gesehen hab, auch kleine Snacks an. Die Bedienung ist nett, der Kaffee normal teuer (THB 50) und der Ausblick ein Traum.

 

Ausblick von meinem dort eroberten Sofa

 

Man kann hier auch übernachten und/oder Abendessen, was ich mir alles sehr romantisch vorstelle. Wer hier nur Abendessen will, sollte nur an die Hunde denken, an denen man dann in der Nacht vorbei muss – ich würd da vom Rad abraten, ich wurde schon bei hellem Tageslicht sehr interessiert/misstrauisch von diversen Wachhunden beäugt.

Das könnte natürlich auch an meinem Keuchen gelegen haben, sich bei 30°C mit einem klapprigen Fahrrad Hügel hinaufzuquälen ist dann halt doch nicht so mein Ding 😉

Eine Busfahrt, die ist lustig

Man soll gehen, wenn es am schönsten ist und ich hatte nach netten fünf Tagen genug von Pai und hab einen Bus nach Nong Khai gebucht, wo ich das chinesische Neujahr feiern und außerdem über die Grenze nach Laos gehen möchte.

Was ich unterschlagen habe: Um nach Pai zu kommen, muss man sich die einzige Bergstraße hinaufquälen, die es gibt. Die ist schön asphaltiert und hat relativ wenig Schlaglöcher. Dafür hat sie 762 Kurven. Und wenn man aus Pai weg will, muss man die gleiche Straße wieder hinunter.

Wer neugierig ist, hier ist ein Clip (, den ich mir nicht ganz anschauen konnte…)

Ich hab gehört, wie sie liebevoll “vomit road” genannt worden ist und tatsächlich hab ich die meisten Pai-Ankömmlinge bleich und etwas zittrig aus den Bussen steigen sehen. Ich bin bei meiner Ankunft in Pai selber leicht grünlich aus dem Minivan geklettert und die Begeisterung bei dem Gedanken, die Straße noch einmal hinunter zu müssen, hat sich bei mir dementsprechend in Grenzen gehalten.

Aber nachdem es keine Alternative gab und ich die Hinfahrt ganz gut überlebt hab, hab ich um halb drei ganz optimistisch meinen Rucksack in den Mini-Van geladen und mir mehr Gedanken darüber gemacht, ob ich für die 17 Stunden Fahrt nach Nong Khai auch genug Snacks dabei hab.

Unser Fahrer hat Cowboys and Aliens in den DVD-Player geknallt (ich hab nicht soviel von dem Film mitbekommen, aber er klang verzichtbar), noch zwei Mönche abgeholt und dann ging es ans Gekurve. Nach einer Stunde Pai-Achterbahn hat mein Frühstück dann erklärt, dass es ihm reicht und es das Plasticksackerl lieber hat als mich. Mir war das alles recht, ich war nur froh, dass ich geistesgegenwärtig ein Müllsackerl eingesteckt gehabt hatte – und der Rest vom Bus, der auch bleich vor sich hingeschwitzt hat, ebenfalls, vermut ich mal.

Nach den 3 1/2 Fahrt waren wir dann endlich in Chiang Mai und ich musste mich daran erinnern, dass die Fahrt für mich eigentlich erst losgeht. Also hab ich mir ein paar Müllsackerl geborgt und bin in den nächsten Bus gestiegen. Die Straßen nach Nong Khai waren hübsch asphaltiert und ziemlich gerade, aber mein Magen war weiter zickig und hat bei jedem Schluck Wasser mit erneutem Aufstand gedroht. Ich hab mich dann für die Dehydration entschieden und mich mit einem anderen Reisenden darüber unterhalten, wie oft die Fahrer dieser Busse am Steuer einschlafen.

Unser Fahrer hat allerdings alle 3 – 4 Stunden Pause gemacht und sich mit Kaffee versorgt, während wir auf den nächtlichen Tankstellen herumgewandert sind und die Masse der Seven Eleven in der thailändischen Pampa bewundert haben bzw. sich ein Mädel darüber beschwert hat, dass man ihr keine ordentlichen Schmerztabletten verkaufen will (sah nach einem klassischen Scooterunfall aus – keine Haut mehr). Wir sind dann aber alle gut in Nong Khai angekommen und während der Rest in den Bus nach Laos dirigiert wurde, war ich froh, in meinem Guesthouse erst einmal die Tür hinter mir zumachen zu können.

Und damit hätt ich mein Soll für Reisebusstorys inkl. “an der Unterkunft sparen und Nachtbusse nehmen” von meiner Seite aus erfüllt. : p

Ach ja.

Will wer Snacks? Ich hab eine Tasche voll davon neben mir rumstehen…

Pai ist so süß, wie es klingt

In ziemlich jedem Hostel hier ist mir von Pai vorgeschwärmt worden: nett, chillig und nicht einmal so teuer. Es liegt außerdem abseits meiner geplanten Reiseroute, aber Pläne sind bei Reisen die meiste Zeit ohnehin nur im Weg. Also hab ich die meinen für die nächste Woche über den Haufen geworfen und bin der Meute nach Pai gefolgt – auf einen kurzen Haken sozusagen, bevor ich nach Nan weiterreise.

Nach drei Stunden in Pai war klar, dass ich für länger bleibe. Sorry Nan, wir sehen uns ein anderes Mal.

Ja, die Pflanzen gehören zur Hanffamilie. Nein, sie sind nicht zum Rauchen.

Pai ist wirklich ein süßes Städtchen, das es hinbekommt, offen touristisch zu sein, ohne deswegen “unecht” zu wirken. Es hat alles, was man sich als Backpacker wünscht und hat es geschafft, mir Schnitzelplatten anzubieten, ohne damit meinen Fluchtreflex auszulösen – was was heißen will : P Einige alten 68er haben sich in und um Pai versteckt, um am Abend plötzlich hervorzukommen und in den kleinen Lokalen zu jammen (und natürlich die Nase über die ganzen Touristen zu rümpfen 😉 ).

Falls jemand von euch aussteigen will.

Auf den Straßen mit den netten kleinen Geschäften, Lokalen und Clubs läuft man alle 5 Minuten jemandem in die Arme, den man kennt und wie ich hatten die meisten Pai nur als Abstecher eingeplant um dann prompt hängenzubleiben.

Wenn man aus Pai herausspaziert (oder mit einem Scooter fährt, ich bin noch immer nicht so weit), was man relativ schnell tun kann – es ist wirklich ein Städtchen – ist man inmitten schöner Natur. Oder, wie die Thailänder sagen würden: am Land.

Ich werd die Nähe zu Soppong zum Wandern nützen. Und Kuchen essen. Viel Kuchen.

Hätt’ ma das auch überlebt

Eine kleine Vorwarnung: Das ist eine längere Geschichte, also holt euch vielleicht einen Kaffee – oder scrollt einfach bis zum Ende 😉

Irgendwann in grauer Vorzeit haben die Tourismusbüros in Chiang Mai beschlossen, dass alle Touristen das Gleiche wollen, nämlich: Elefanten reiten, Leute schauen, Wildwasserfahren und in Wasserfällen baden. Eine Tour zu finden, in der man einfach nur wandert? Nix da, das oben genannte ist fixes Programm und wird gnadenlos abgespult.

Die Alternative: ein/en Motorrad/Scooter mieten und die Gegend selbst erkunden. Ich bin noch nicht so weit, mir tatsächlich einen Scooter zu mieten (alle, die mich kennen dürfen jetzt erleichtert aufatmen, die Thailänder tun’s ganz sicher : p) und weil ich endlich ein bißchen Natur sehen wollte, hab ich mich bei einer Treckingtour angemeldet.

Wir (ich und eine Freundin aus dem Hostel) wurden in der Früh aufgeklaubt und erst einmal zu einer Orchideen- und Schmetterlingszucht gebracht. Interessant, aber nicht sehr spannend. In der Schmetterlingszucht war ein einziger Schmetterling zu sehen, der sich standhaft weigerte, seine Flügel zu öffnen. Vermutlich wollte er zuerst zum Abendessen eingeladen werden : P

Hübsche Blumen.

 

 

Dann ging es endlich raus aus Chiang Mai und zum nächsten planmäßigen Stop: zu dem Dorf der Karen, besser bekannt als long neck people. Wer wollte, konnte also Leute schauen gehen. Ich werd mich jetzt nicht über die Vor-und Nachteile von dieser Art von Tourismus auslassen, ich bin nicht gegangen, sondern hab in dem kleinen “Restaurant” vor dem Dorf einen Tee getrunken.

 

 

Da hätt ich länger sitzen bleiben können…

 

 

Bei der Gelegenheit haben wir dann auch die anderen der Gruppe besser kennen lernen können, Highlight der Gruppe war ein Paar aus England und ein Ehepaar aus Polen. Das polnische Paar nützt die Pension um die Welt zu sehen (er 70, sie 60) und die beiden hatten ein super Reisegeschichten auf Lager (Indien, Karibik, weißderKuckuck – die waren echt überall) und waren auch sonst einfach göttlich.

Er (etwas zweifelnd, ging um die Fahrt nach Sukhothai): Aber sechs Stunden in einem Bus? Sollen wir uns nicht ein Motorrad mieten?

Sie (trocken): Dann dauert’s 20 Stunden.

Nach dem netten Teestopp ging es dann wieder in den Wagen und weiter Richtung Elefanten. Dort angekommen hab ich leider festgestellt, dass es genau so war, wie befürchtet. (In dem Prospekt der Tour trugen die Elefanten keine Sättel, deswegen hab ich mir eingeredet, dass es vielleicht etwas “besser” ist.) Während wir auf unsere Elefanten gewartet haben, gab es erst einmal Essen und man konnte natürlich auch Bananen und Co für die Tiere kaufen.

 

 

Sättel -.-

Lass mich bloß in Ruhe

 

 

Nach dem Essen wurden wir dann in Paaren auf die Elefanten geladen und los ging’s. Mit dabei war auch ein Babyelefant und der war echt entzückend. Ich bin am Muttertier gesessen und die Interaktion zwischen den beiden war spannend (auch wenn ich Dumbo-Flashbacks hatte), die Mutter hat immer wieder Grünzeig abgerissen und dem Kind gegeben – so frei nach: genug mit dem Bananenkram, iss was G’sundes. Die Elefanten haben auf mich zumindest gesund gewirkt und hatten keine offenen Wunden, was man bei anderen Touren wohl oft sieht, und wurden auch nicht geschlagen (während wir da waren), aber artgerecht ist natürlich ein anderes Thema.

 

 

Fotos vom Elefantenrücken sind eine gewisse Herausforderung.

 

 

Wir wurden ca. eine halbe Stunde durch den Wald geschaukelt und dann ging es endlich ans Wandern.

 

 

Brücken werden überbewertet.

Was auf dem Baum wuchert, sind Orchideen.

 

 

Nach etwa einer Stunde waren wir bei dem angepriesenen Wasserfall. Wir, und vier andere Gruppen. Die haben sich dann aber tatsächlich schnell wieder auf den Weg gemacht und wir waren alleine dort, was recht idyllisch war. Wer wollte, konnte dort baden. Ihr dürft raten, ob ich im Wasser war. 😉

 

 

 

 

Dann ging es zurück, wieder ind Auto und zum nächsten und letzten Programmpunkt: Eine Stunde Wildwasserfahren und dann noch 15 Minuten auf dem Bambusfloß. Wir wurden beim Fluss ausgeladen, Schuhe und Rucksäcke verschwanden im Auto und dann sahen wir unser Transportmittel verschwinden. Zwischenzeitlich hatte es ziemlich zugezogen und der Bootsmensch ist nicht und nicht dahergekommen. Wir waren nicht sonderlich böse,mittlerweile hat der dunkle Himmel nämlich Ernst gemacht. So ein tropischer Wolkenbruch mehr oder weniger mitten im Nichts hat schon was – wir waren froh um unser Wellblechdach. Nach 1 1/2 Stunden Wartezeit ist dann auch tatsächlich unser Boot gekommen und wir kamen nach einer kurzen Kommandoeinschulung unter wieder halbwegs klarem Himmel auf den Fluss.

Ganz generell: Das Wildwasserfahren dort ist ziemlich touristensicher, es gibt ein paar “wildere” Stellen, aber im Großen und Ganzen ist es ziemlich zahm. Es hat auch erstaunlich viel Spaß gemacht – bis es wieder zu schütten angefangen hat. Dieses Mal inklusive Gewitter. Das Gewitter hat unseren “Bootsführer” relativ kalt gelassen – uns weniger und ich war wirklich froh, wie ich die Gruppe vor uns aufs Land klettern gesehen hab. Wir sind dort auch aus dem Boot gesprungen und haben geschaut, dass wir vom Wasser weg kommen – die Blitze waren mittlerweile echt beeindruckend.

Unser Bootsmensch hat das anderes gesehen, denn es ging eiskalt auf das idyllische Bambusfloß: von unserem Auto war weit und breit nichts zu sehen, der einzige Weg zurück war entweder durch den Dschungel oder über den Fluß. Wir haben uns also alle bekreuzigt und sind auf das romantische Floß geklettert, das eine gute Handbreit unter dem Wasser dahingeschwommen ist. Langsam. Ich glaub, die fünfzehn Gewitterminuten, die ich im Wasser kniend den Fluß hinuntergeschippert wurde, waren mitunter die längsten auf der Reise – ich hab mir die Zeit damit vertrieben, die rasch kürzer werdenden Abstände zwischen Blitz und Donner zu zählen.

Kaum aus dem Wasser draußen, war das Gewitter dann auch da. Umgeben von Kindern, Hunden, Lagerfeuerrauch und schriller Musik sind wir in trockene Kleidung gestiegen und ins Auto gefallen, dass uns nach Chiang Mai zurückgebracht hat. Der Pole hat den Wunsch nach Whiskey kundgetan, ich hätt’ auch gern einen gehabt.

 

 

Ich war in meinem Leben noch nie so nass – oder so froh, an Land zu sein.

 

 

Nach einer Stunde Fahrt haben wir dann festgestellt, dass das Unwetter die Straßen in Chiang Mai zum Teil überschwemmt und die halbe Stadt keinen Strom hatte. Im romantischen Kerzenlicht unseres Hostels haben wir dann die ersehnte Dusche erst einmal abgeschrieben (kein heißes Wasser) und sind mit ein paar anderen in der dunklen Stadt auf Essensjagd gegangen.

Ich erspar euch die Einzelheiten, aber wir haben tatsächlich einen einsamen Essensstand gefunden, der auf hatte und in der Finsternis gekocht hat und der Strom kam dann auch wieder – auch wenn unser Begeisterungsschrei ein paar schräge Blicke von den umstehenden Thailändern geernetet hat. Aber die haben sich sicher nicht so auf eine heiße Dusche gefreut, wie ich.

Chili und Tomatenschildkröten

Kochkurse gibt es in Chiang Mai wie Sand am Meer – wie überhaupt alles an Tourangeboten. Ich komm mir ein bißchen vor, wie in einem Ferienlager 😉

Die liebe Frau M. hat mir einen Kochkurs ans Herz gelegt, den sie selbst gemacht hat, aber – Rebellin, die ich nun einmal bin – hab ich mich für einen anderen entschieden.

Das Programm war für die Kurse hier “klassisch”: Wir wurden in der Früh aufgeklaubt und zum Markt gebracht, wo uns unser Leiter ein bißchen was über die Zutaten erzählt, Tipps zum Einkaufen gegeben (auf was sollte man achten) und uns generell über ein paar der Sachen aufgeklärt hat, die man auf den Märkten bekommt (etwa, dass die rosa Eier die berühmt-berüchtigten 1000jährigen Eier sind).

Dann ging es ab in die Kochschule, die in einer sehr netten, ruhigen und grünen Gegend lag.

 

Der Tatort

 

 

Dort angekommen wurden wir in den Garten geführt, wo ein paar Zutaten geerntet und noch ein bißchen Allgemeinwissen angesammelt wurde: Die Chilischoten, die nach oben wachsen sind schärfer als die, die nach unten wachsen. Was einem nicht viel hilft, wenn man sie am Teller hat, wie ich find… obwohl’s eine geile Frage an den Kellner wäre: Entschuldigen Sie, aber in welche Richtung sind die Chilis auf meinem Teller gewachsen?

 

Die wurden reichlich verwendet.

 

 

Dann wurden endlich die Herde angefeuert: natürlich mit Gas. x.x Aber ich hab weder mich, noch die Küche abgefackelt, also würd ich sagen, 1:0 für mich.

 

Uaha

 

In den Kochpausen, in denen nicht gegessen wurde – und wir haben wirklich den ganzen Tag gegessen –  gab es kleine Einführungen ins Gemüseschnitzen, das in Thailand sehr beliebt ist.

 

Mein zaghafter versuch an einem Salatblatt.

Meine Mangoblume. Glitischige Angelegenheit, die G’schicht.

Beispiel vom Meister des Schnitzmessers.

 

 

Ein paar Sachen wurden gemeinsam gekocht: sticky rice, Frühlingsrollen, diverse Saucen und die Curry-Paste. Zitat vom Koch: Wenn wir mit der fertig sind, dann wisst ihr, warum sie alle Thailänder am Markt kaufen und nicht selbst machen. Und ja, konnten wir nachvollziehen, eine ordentliche Paste braucht Zeit und vor allem Kraft.

 

 

Papaya-Salat. Nein, ich hab die Tomaten nicht gegessen.

Der Klassiker: Sticky rice with mango. Und ja, die Mango hab ich auch aussortiert.

Meine drei Gerichte: Cashew-Chicken Stir Fry, Gebratene Nudeln (im Omlett) und Massaman-Curry.

Festmahl am Schluss

 

 

Am späten Nachmittag wurden wir dann, ausgestattet mit einem Kochbuch und einem Zertifikat, in den Wagen gerollt und zurückgebracht. Ich bin jetzt also zertifizierte Spezialistin für thailändische Küche, hab den Wert von Fischsoße entdeckt und Palmzucker auf die Einkaufsliste gesetzt. Fürchtet euch. : P

Bling Bling FTW

Die sechs Stunden im Bus nach Chiang Mai haben sich ausgezahlt: Mein Hostel ist wirklich süß und Frau S. würde es besonders lieben, weil die Haus- und Hofkatze dort überall herumliegt und sich von jedem Streicheleinheiten abholt. Außer von mir, das Tier hat Instinkt. Und vermutlich Tollwut :p

 

Platz zum Chillen und Kaffee trinken

 

Schon auf dem Weg zu dem Hostel hab ich gewusst: Chiang Mai wird meine Stadt. Überall tolle Geschäfte mit schönen Stoffen und glizerndem Zeug. Nachdem ich bis jetzt nichts gekauft hab, außer das, was ich gebraucht habe, könnt ihr euch vermutlich denken, wie sehr es mich schon in den Fingern gejuckt hat ^^”

 

Grün zum Entspannen gibt es hier auch.

 

Der Nachtmarkt war dann auch der Wahnsinn, ich hab mit Freuden Geld hinausgeworfen und hab es sogar geschafft, an einem Stand die erste Kundin zu sein. Das merkt man hier daran, dass die Verkäufer mit dem Geld alle Sachen am Stand berühren, weil es Glück bringt. Ich hab mir gewünscht, das einmal zu sehen und dann war ich sogar selbst die erste 🙂

 

Auf Nachtmärkten ist es finster.

 

Ich hab mich also mit Köstlichkeiten vollgestopft (Palmherzenmark <3) und mich von den vielen Lichtern und Farben zum Kaufrausch animieren lassen. Heute ist der große Sonntagsmarkt, der doppelt so groß ist wie der normale (ca 8000 Stände) und ich bin zu allem bereit 😛

 

 

Einen Kochkurs und eine Tageswanderung hab ich auch schon gebucht – Chiang Mai wird tödlich für mein Budget sein x.x

Sukhothai

Neben Ayutthaya ist Sukhothai die historische Tempelstadt in Thailand. Trotzdem könnten die beiden nicht unterschiedlicher sein.

In Ayutthaya wurde um die Ruinen herumgebaut, was heißt, dass man zum Teil sehr stark befahrene Straßen entlangwandert, um von Tempel A nach Tempel B zu kommen. In Sukhothai liegen die Ruinen außerhalb der Stadt, in einem riesigen, parkähnlichen Gelände, das sich wunderbar per Rad erkunden lässt.

Da das Indiana Jones-Spielen bei 30°C und mehr keinen Spaß macht und einem der Mittagsdunst alle Fotos verhaut, bin ich also brav um 6 auf- und in eine Songthaew (so eine Art offener Mini-Lastwagen, ich mach irgendwann ein Foto von den Dingern) gekrabbelt, dass mich zu den Ruinen nach Old Sukhothai gebracht hat (ca. 12 km).

Die Anlage ist wirklich sehr idyllisch, die Touristenhorden verlaufen sich schön und es ist angenehm still. Und es gibt Millionen von Seerosen ❤

Der Eintritt kostet 100 THB + “Eintritt” für das gewählte Transportmittel. Für ein Fahrrad zahlt man 10 THB, umsonst ist nur zu Fuß gehen, aber davon würd ich in dem Fall wirklich abraten – die Tempel liegen zum Teil sehr weit auseinander.

Es gibt drei weitere Tempel, die außerhalb der “Zentralanlage” liegen, für die muss man noch einmal 100 THB zahlen, aber es lohnt sich. Ach ja, und wer nicht zu Fuß ist, nicht vergessen: Hier herrscht Linksverkehr! Ich war ein paar Mal als Geisterfahrerin unterwegs *hust*.

Die Buddhastatuen dort sind nicht nur unglaublich schön, sondern auch beeindruckend groß. Und im Gegensatz zu Ayutthaya, wo die meisten Buddhas enthauptet auf den Tempelresten trohnen, lächeln diese noch 🙂

My Favourite: Hip Inn Coffee

In Phitsanulok gibt es nicht sonderlich viel zu tun oder zu sehen: ein paar schöne Tempel, ein kleines Museum und die Möglichkeit, den Arbeitern in der “Buddha Casting Factory” über die Schulter zu schauen.

Entsprechend mühsam ist die Suche nach einer Unterkunft, da die Touristen hier meistens nur vorbeireisen und man sieht immer wieder leerstehende Hotels, wo ich mir nie ganz sicher war, ob die jemals geöffnet hatten.

Entsprechend entzückt war ich, wie ich über das Hip Inn Coffee gestolpert bin. Das kleine Café liegt an der Sinambin Road und ist etwa 10 Tuk-Tuk Min. vom Busbahnhof entfernt. Wer mag, kann sich draußen in den “Mini-Dschungel” setzen, die Straße ist erstaunlich wenig befahren und stört eigentlich kaum.

Kitty approved

 

 

Ansonsten lässt sich’s drinnen wunderbar chillen (Klimaanlage FTW), sie bieten so ziemlich alles an Kaffee an, was man sich wünschen kann (nein, ich hab nicht wegen lactosefreier Milch gefragt) und der Kaffee ist wirklich gut!

Das ganze Haus ist mit einer Mischung aus schönen Teakholzmöbeln, 70er-Jahre Überbleibsel und Spielzeug eingerichtet bzw. dekoriert – ich steh ja auf so was, leider hab ich’s nicht vernünftig auf Bild bannen können :/

Man kann über dem Café auch übernachten – ich bin eine Nacht geblieben – und die Zimmer sind wirklich schön. Frühstück ist bei der Übernachtung inkludiert und zu empfehlen (gigantisches Fry-up).

Die Leute dort sprechen nicht sehr viel Englisch, sind aber so lieb und bemüht, dass die Sprachbarrieren kein Hindernis waren.

Tempel, Tempel, noch mehr Tempel

Ich bin von Bangkok nach Ayutthaya weitergezogen und die Stadt scheint tatsächlich nur aus Tempeln bzw. Tempelruinen zu bestehen. Wer mag, kann sich für 40 THB ein Fahrrad mieten und so die Gegend erkunden. Ich mochte nicht, ich verlauf mich lieber zu Fuß : P (Hab ich dieses Mal aber nicht, ha!)

Man sieht es leider schlecht, aber jedes Pünktchen ist ein Tempel.

Die Tempel sind ziemlich variantenreich (find ich) und ich hab mir vier angeschaut, bevor ich zur Klimaanlage in meinem Zimmer geflüchtet bin – die Hitze war wirklich brutal x.x

Kulturenmix auch hier

Am Abend hab ich mir dann die Bootsrundfahrt von meinem “Homestay” gegeben, die auf der Reviewseite so hoch gelobt wird. Sie war auch ganz nett, wir wurden zu drei Tempeln gebracht, die man mit Rad bzw. zu Fuß nur schwer erreicht.

Bevor wir beim ersten Steg angelegt haben, hat ein Fisch es geschafft, drei von uns mehr oder weniger zu baden. Kein blöder Witz. Der ist auf einmal aus dem Wasser gehüpft, hat blöd gegrinst und sich dann wieder zurückfallen lassen und es dabei geschafft, Wassermassen auf uns zu verteilen, dass es sich angefüllt hat, als hätt jemand einen Kübel davon ins Boot geschüttet. (Und er war sooooooo groß! Mindestens ein Wal! Nein, Scherz beiseite, groß fand ich den nicht so… vielleicht wie ein Lachs?) Auf jeden Fall konnt ich mit frisch gewaschenen Haaren und nassem Hinterteil die Tempeltour antreten. Leider waren die Haare schneller trocken als die strategisch durchnässte Hose -.-

Irgendwann hab ich dann gesehen, dass die großen Touristenboote Popcorn in den Fluss werfen, das in dem plötzlich brodelnden Wasser sofort verschwindet. Kein Wunder, dass der Fisch bei uns vorbeigeschaut hat.

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