Laos

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Don Det: Insel der Wasserbüffel

Wer von den 4000 islands spricht, meint meistens nur zwei davon, nämlich Don Det und Don Khon, die durch eine Brücke miteinander verbunden sind.

Auf dem Weg zur Insel

Ich hab mich auf Don Det, der kleineren der beiden Inseln niedergelassen.

Hauptstraße von Don Det

Praktisch jede Hütte um die Touristeneinflugsschneise ist ein Guest House oder ein Lokal/Bar, trotzdem wird es weder laut, noch stressig. Es ist zu heiß und man ist einfach zu entspannt. Der Höhepunkt des Tages ist, wenn Leute gehen (Abschiedsszenen, verkaterte Versuche ins Boot zu klettern) und Leute kommen (jö, neue, den Rucksack hab ich auch), oder wenn die Büffel sich ihren Weg durch die badende Menge bahnen.

Ach ja, man kann auch Sachen machen. Kann.

Das Gesetz der Büffel: Sie haben Vorrang und ihnen ist es ziemlich egal, ob du dein Handtuch da schon hingelegt hast, oder im Wasser sitzt: Sie setzten sich auch auf dein Handtuch – oder dich – gar kein Problem. Ich hab sie meistens dahindösen sehen, im Wasser wie an Land. Die ankommenden Boote waren unbeeindruckt von den Büffeln, die Büffel haben sich auch keinen Zentimeter bewegt und trotzdem hat es jedesmal geklappt.

Ich hab es den Büffeln größtenteils gleichgetan und bin herumgelegen, aber irgendwann hab ich mich doch zu einem Besuch auf Don Khon aufgerafft. Die Straße war ähnlich furchtbar wie in Vang Vieng und unter den paar Fahrrädern der Insel ist alles, aber kein Mountainbike.

Der Besuch zahlt sich aus: tolle Landschaft, wieder ein spektakulärer Fluss inkl. Wasserfällen und einen großen Sandstrand für die Sonnenanbeter.

Am Ende von Don Khan kann man dann ein Boot zum Delfine suchen mieten oder am Ufer warten. Ich hab bei solchen Sachen irgendwie nie Glück, insofern war ich nicht sonderlich enttäuscht, dass sich die Flussdelfine nicht haben blicken lassen.

Auch ohne Delfine schön 🙂

Das zweite Highlight neben dem sporadischen Kommen und Gehen in der Früh waren die Sonnenuntergänge. Jeder einzelne für sich. Ich hab vermutlich 100 Fotos nur davon geschossen.

Auch wenn man sich den Aufenthalt dort nicht leisten kann: Die Terasse vom Little Eden ist DER Ort für Sonnenuntergänge und das Essen ist toll – zumindest einmal würde ich es mir dort leisten 🙂

Auch sehr zu empfehlen ist das Street View Café von Darren: gute Küche und Drinks und super Musik. Dort bin ich am letzten Abend dem Lao Lao dann auch nicht mehr entkommen. Ich weiß nicht, was es ist, aber Whiskey ist es keiner und ich würde jedem, der auch nur daran riechen will, eine ordentliche Unterlage empfehlen.

Animismus und Kaffee

Nach der Höhlenerforschung in Konglor haben wir endlich unser Abenteuer bekommen: Die Fahrt nach Pakse wurde zuerst in zwei Songthaews bestritten und dann in einem der lokalen Busse, wo wir natürlich wieder die kaputten Sitze erwischt haben. Da wir von quasi von der (oder dem?) Songthaew in den Bus gehechtet sind, konnt ich leider kein Foto von den Wasserkanistern machen, die auf dem Bus befestigt waren – man hat kaum noch was vom Bus gesehen, sehr beeindruckend.

Da das Abladen auch gedauert hat, waren wir dann statt um Mitternacht um 3 Uhr Früh in Pakse und die Stadt war natürlich komplett zu. Also haben wir uns eine Bank gesucht und mit dem Hund angefreundet, der für das Stück Straße verantwortlich war (sie hat uns dann auch die anderen Hunde vom Leib gehalten und alles und jeden niedergebellt) und gewartet, bis um 6 langsam Leben aufkam und wir uns ein Zimmer suchen konnten.

Pakse ist nicht besonders aufregend, aber von dort aus kann man toll die Bolaven Plateaus erkunden. Wer das eigenständig machen möchte: Ein dirt bike ist eine gute Idee (offenbar gibt es tükische Sandstraßen) und nicht vergessen: in der Gegend liegt noch allerlei Unexplodiertes herum, also besser am Weg bleiben. Ich war gegen eigenständiges Denken (und das Motorrad) und wir haben eine Tour gebucht, die neben Wasserfällen und Unmengen von Dörfern auch bei den Tee- und Kaffeeplantagen stehen bleibt.

Wir hatten einen tollen Guide, der ausführlich auf jede Frage geantwortet hat. Die Tee-/Kaffeeplantagen hab ich mir spannender vorgestellt, aber die Wasserfälle waren wunderschön.

Die Dörfer waren recht spannend und nachdem unser Guide dort offenbar jeden gekannt hat, bin ich mir auch nicht so als Eindringling vorgekommen. Ganz generell waren wir wohl mehr unter verwirrter Beobachtung, als umgekehrt. 😉

Huhu?

Wir haben eine Einführung in Animismus bekommen und durften eine Schamanenhütte besichtigen, haben 4-jährige Kinder mit Bongs vorbeistolpern sehen (in dem Alter wird mit dem Rauchen angefangen, Tabak, wohlgemerkt) und ich hab in meinem Leben noch nicht soviel Ferkel gesehen.

An den Anblick, das ganze Familien von Hunden, Büffeln, Schweinen und Hühnern unter um die Pfahlhäuser leben, hab ich mich zwar gewöhnt, aber in Verbindung mit dem trockenen Staub hatte das ganze doch eine andere Dimension.

Nach drei Dörfern und ebensoviel Wasserfällen und Plantagen war ich dann fertig (und staubig) und gar nicht bös, dass das letzte Dorf schon offiziell “zu” hatte.

Superheldenhöhlen in Laos

Ich hab meinen geliebten Rough Guide ja zuhause gelassen, weil das Ding gute 3 kg wiegt. Na fein, gefühlte 3 kg. Deswegen vertrau ich auf die Geheimtipps meiner Mitreisenden und als Mr. T ganz begeistert von einer Höhle erzählt hat, irgendwo im Nirgendwo von Laos, war klar: Das schauen wir uns an.

Wenn man einem gewissen Planeten glauben darf (der unter Backpackern liebevoll der “Lügende Planet” genannt wird), dann ist die Reise zu dieser Höhle ein Abenteuer, bei dem man vom Busfahrer an der richtigen Kreuzung abgeworfen werden muss, um dann dort das einzige TukTuk/ Ochsengespann zu stoppen, das dort am Tag vorbeikommt. Zudem hat der Planet der Höhle einen toll klingenden Lao-Namen verpasst.

Spaziergang zur Höhle

Bewaffnet mit dem Namen und der Gewissheit von Abenteuer sind wir die 12 h von Luang Prabang zurück nach Vientiane gegondelt (Ich hasse Nachtbusse. So.) und dort auf Suche gegangen. Lieber Planet, die Höhle läuft überall unter Konglor, vermutlich, weil das einfacher ist und es gibt Busse, die auf direktem Weg dahin fahren – und offenbar nicht erst seit gestern.

Selbst ein home stay war nicht notwendig, der Bus hat uns vor dem Guesthouse des Ortes hinausgeschmissen, wo uns eine begeisterte Frau gleich Zimmerschlüssel in die Hand gedrückt hat. Manchmal geht mir das auf die Nerven, in dem Fall hab ich den Rucksack in dem sehr hübschen und billigen Zimmer abgeworfen und zusammen mit Mr. T und einem Mädel, die schon im Nachtbus mit uns war, den vier unabhängig (!) reisenden Backpackern beim Kreise drehen zugeschaut.

Gegenüber vom Guesthouse

Konglor inklusive der Höhle selbst liegt einen 1 km Spaziergang entfernt und ist absolut beeindruckend: Der Fluss fließt 7 km durch die Höhle und wird als Abkürzung zwischen den jeweilig am anderen Ende liegenden Dörfern verwendet. Ich werd nicht zuviel über die Höhle selbst sagen, was Stalaktiten angeht gibt es sicher beeindruckendere, aber das Gefühl, im fast völligen Dunkel in einem kleinen Boot durch einmal kleinere und dann wieder riesige “Räume” dahinzufahren ist unglaublich.

Teilweise ist das Wasser so nieder, dass man aussteigen und das Boot in die nächste tiefe Stelle tragen muss. Am anderen Ende entsteht dadurch sogar etwas wie “Stau” und während ich darüber sinniert habe, wie eigenartig es ist, im Halbdunkeln im Wasser zu stehen, umgeben von ein paar Touristen und Lao-Mütterchen mit Prada-Imitathandtaschen und Reissäcken, ist The Flash an mir vorbeimarschiert.

Sicherlich das Highlight der ohnehin schon schrägen Situation und wir haben ihn dann im Dorf wiedergetroffen 😉 Ich hab ihn gefragt, ob er eine Wetter verloren hat (ich dachte an Sie, Frau S.), aber offenbar ging es um ein Foto-Projekt. Na dann. Die Kinder waren auf jeden Fall hin und weg.

Luang Falang

Luang Prabang läuft im Volksmund unter Luang Falang und das nicht zu unrecht. Es ist eine hübsche Stadt, mit wunderschönen Tempeln und netten Cafés und Restaurants, aber ich bin mit ihr nicht warm geworden und hab, statt nach der geplanten Woche, schon nach zwei Nächten mein Mosquitonetz wieder zusammengerollt.

Mitschuld waren sicher die Preise – Luang Prabang ist einfach teuer. Oder zumindest für mein Budget. Ich bin mit meinem Rucksack fast zwei Stunden herumgewandert und hab immer das gleiche zu hören bekommen, nämlich a) keine Zimmer mehr oder b) 150.000 KIP (und mehr). Am Schluss hatte eines der zwei Hostel doch noch ein Bett im Schlafsaal frei, Glück gehabt.

Lost in Translation – aber irgendwie kam mir das als das Stadt-Motto vor

Für den Fall, dass ich zu missmutig hinüberkomme: Luang Prabang ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Das Essen ist toll, die Gegend bietet auch einiges an Attraktionen und der Nachtmarkt ist der Wahnsinn – mit Sicherheit der beste Markt, Tag oder Nacht, auf dem ich in Laos war.

Unter den Hauptattraktionen befinden sich zwei Höhlen, die mit mehr Buddhastatuen vollgestellt sind, als ich je in meinem Leben gesehen hab und vermutlich sehen werde. Die Bootsfahrt dahin ist auch schön, es wird ein Zwischenstopp in “Whiskey Village” eingelegt, damit man Sachen kauft. (Warum das Dörfchen nicht “Scarf Village” heißt, ist mir nicht klar, ich hab hier vielleicht 10 Flaschen Whiskey gesehen, dafür 10 Millionen Schals…)

Für mich war die “Besichtigung” der Destillery den Besuch übrigens absolut wert.

et voila: die Distillerie

Laos ist für den eigenen Whiskey, den Lao Lao, nämlich berühmt-berüchtigt: Das Zeug steht in Benzinkanistern unter den Bartheken. Ich hatte fest vor, ihm zu entkommen – ich hätt es auch fast geschafft… (Hui, Cliffhanger ; p )

Wofür Luang Falang auch noch bekannt ist, sind die alms (Almosen): Im Morgengrauen wandern die Mönche durch die Straßen und bekommen von den Einwohnern Essen. Ich hab das Almosen geben als eine sehr ruhige Sache kennengelernt, die einfach zum Alltag dazugehört. In Luang Prabang wird das als Touristenattraktion beworben und man kann Touren buchen. Je nach Preis bekommt man mehr oder weniger Almosen für die Mönche zur Verfügung gestellt. Klingt jetzt bös, aber mich hat das an die Elefantentouren erinnert, da war das Futter auch nach Preisen zusammengestellt…

Die Kinder geben keine Almosen, sondern warten selbst auf welche: Die Mönche teilen ihr gerade erhaltenes Essen mit ihnen.

Die Almosenzeremonie in Luang Prabang ist ein Spektakel: Die Leute werden busweise ausgeladen und verfolgen die Mönche richtiggehend – ein ganz eigenes Schauspiel.

Soweit ich das verstanden hab, sind die Mönche komplett auf die Gaben angewiesen. Der Tourismusrummel um die Almosen ist sicherlich ein zweischneidiges Schwert: Mehr Almosen, aber auch mehr Leute, die einem die Kamera ungefragt vor’s Gesicht halten – Blitzlichtgewitter inklusive.

Und es ward… ein Wasserbüffel

Irgendwie bin ich in Laos von wackliger Internetverbindung zu wackliger Internetverbindung gereist. Gestern hab ich die Grenze zu Kambodscha überquert, man darf also hoffen… oder zumindest anderes erwarten 😉

Ich hab ein bißchen gegrübelt, ob ich Laos im Blog “nachtragen” soll oder einfach gleich zu Kambodscha übergehe, aber nachdem ich erst den zweiten Tag hier bin, gibt’s jetzt erst einmal Nachträge. Bevor jetzt alle gelangweilt zu FB klicken – es sind super spannende Nachträge, mit Bildern und Wortwitz Wasserbüffeln! Versprochen! *hust*

Wasserbüffel sneak preview

 

 

Laos: Bilderflut

Irgendwie reis ich in Laos viel mehr in der Gegend herum und komm so einfach nicht zum – sehr sehr langsamen – Internet. Deswegen bekommt ihr ein Fotoupdate, ich hoff, ihr könnt euch so ein bißchen eine Vorstellung machen.

Ich bin über von Nong Khai über die Friendshipbridge in Laos eingereist, das Visum war kein Problem und, für den Fall das jemand das vorhat, kostet um die 30 $ (für Österreicher 35 $) und sie möchten ein Foto.

Vientiane ist die Hauptstadt und auch wenn alle meinen, dass man dort nur eine Nacht verschwenden sollte, finde ich, dass die Stadt durchaus zwei wert ist. Es gibt jede Menge nette Bars/Restaurants und Guesthouses wie Sand am Meer. Wie ganz Laos rollt auch Vientiane um 11:30 die Gesteige hoch und alle gehen nach Hause (früher hat das Militär kontrolliert, ob auch wirklich alle zu haben, ich hab das bis jetzt noch nicht mitgekriegt – ich geh nämlich brav ins Bett).

Arc de Thriomphe

Aussicht vom Arc d. T.

Vang Vieng ist ein bißchen ruhiger als ich’s mir gedacht habe und man kann dort fantastisch wandern. Wer sich ein Rad ausborgt (absolut zu empfehlen): unbedingt ein Mountain Bike. Auf den Straßen ist man in einem normalen Rad verloren, es beutelt einem schon so die Füllungen heraus.

Phonsavan ist im Endeffekt eine Schnellstraße mit Häusern. Ich fand’s trotzdem nett, das Bamboozle war dort eines der nettesten Lokale, ich kann’s empfehlen. Auch hier gibt es Millionen von Guesthouses und über den Preis lässt sich’s mit manchen reden. Von dort aus kann man dann die Plain of Jars besuchen und/oder im Wald herumklettern – wir haben beides gemacht und die Gegend ist wirklich traumhaft schön.

In Phonsavan merkt man dann auch endgültig, das Laos noch immer mit den Nachwehen des Vietnamkrieges zu kämpfen hat.

Bomb Village

Plain of Jars

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