Cambodia

Angkor Wat

Siem Reap ist größer, als ich gedacht hab und hat ein echt nettes Zentrum mit vielen guten Lokalen/Cafés. Ich teil mir mein Zimmer hier auch wieder mit einem Gecko, der offenbar unter meinem Bett wohnt und von unserem Zusammenleben wenig begeistert scheint. Gestern hat er sich misstrauisch in der Lampe versteckt und wie ich heute ins Zimmer gekommen bin, ist er in meinen Polsterüberzug geflüchtet. War natürlich die denkbar blödeste Richtung : P

Unsere Gespräche laufen auch immer gleich ab:

Ich: Du bist so süß!❤

Er: $%§&%$!!!

Meistens hat er allerdings eh Ruhe vor mir, immerhin bin ich hier, um die Tempel zu sehen und nicht, um arme Geckos zu stressen.

 

Die Tempelanlage ist riesig. Die Tuk-Tuk Fahrer haben sie in drei Teile eingeteilt: kleine Runde, große Runde und dann die weiter abgelegenen Tempel. Theoretisch kann man den Hauptteil (kleine und große Runde) an einem Tag sehen, aber ich stell mir das nicht sonderlich lustig vor. Für jede Runde braucht man um die 6 Stunden und zumindest ich hab nach 6 Stunden einfach genug.

Manche Tapferen bestreiten das mit dem Fahrrad, ich hab mir über mein Guesthouse einen Tuk-Tuk Fahrer empfehlen lassen und die Entscheidung keine Sekunde bereut – obwohl mein Fahrer Mr. Mean heißt.😉

Ich hab mich für den klassischen Start entschieden: Sonnenaufgang in Angkor Wat, und hab mich von Mr. M um 5 (in Worten: fünf) in der Früh aufklauben lassen. Wer übrigens glaubt, um 5 als einziger auf dem Weg nach Angkor Wat zu sein, der irrt. Wir sind in einer Kolonne dahingetuckert. Vor Angkor Wat sind alle aus ihren Gefährten geklettert und wir sind in völliger Dunkelheit auf das Tempelgelände marschiert. (Ein paar intelligente Leute hatten Taschenlampen mit.)

Tja, und dann wartet man darauf, dass die Sonne aufgeht.

 

Sieht wer schon was?

 

 

Irgendwie war der Sonnenaufgang und Angkor Wat etwas antiklimatisch, wahrscheinlich, weil es so gehypt wird und ich weiß Gott was erwartet habe. Was aber nicht heißen soll, dass es nicht absolut sehenswert ist.

 

 

Die Affen dort waren sehr entspannt und nicht wirklich an den Touristen interessiert. Sehr sympathisch.

 

 

Die Tempel, die ich am spektakulärsten fand, waren aber Angkor Thom und Ta Prohm.

 

 

Übrigens: Eine gutgemeinte Warnung an die Leute, die meinen, es sei super, Südostasien in Shorts und Träger/Ruderleiberl zu bereisen: In Angkor Wat ist dann Schluss damit. Ich hab einige Mädels gesehen, die nicht in die Haupttempel durften, weil sie nackt waren. Das gilt im übrigen auch für Männer, also zieht euch was an. Oder nehmt euch Tücher mit. Oder dreht euch einfach um und geht fünf Meter zum nächsten Händler, der euch sicher mit Begeisterung Hosen, Tücher und Sonstiges verkauft.

 

Wieviel Schals Indiana Jones wohl gekauft hat? Oder Laura Croft?

 

 

Apropos Händler: Ich wurde auch von allen Seiten vor ihnen gewarnt: Hartnäckig bedrängen sie einen von allen Seiten und kleine Kinder verfolgen einen, bis man etwas kauft, so die Geschichten.

Ich scheine Glück gehabt zu haben, so schlimm war es nicht, zumindest heute nicht. Ja, es sind Händler da, aber ein Kopfschütteln und ein freundliches Nein hat eigentlich immer gereicht. Das Angebot wechselt mit der Uhrzeit, was ganz amüsant zu beobachten war: In der Früh war es Frühstück, Kaffee, Taschenlampen und Lady Gaga CDs (WTF?) und dann ging es zu Büchern, Bildern und den unvermeidlichen Schals über. Ein kleines Mädchen hat mich hartnäckig verfolgt, aber meine Dollars hab ich dann wirklich lieber bei den Amputee Bands gelassen, die dort spielen.

About enjirux

I'm a twenty-something female who moved from Austria to Scotland in 2009. Formally addicted to coffee, the UK has turned me into a bit of a tea snob and made me discover lots of wonderful things, e.g. pies. While I love to do a lot of things like writing, taking pictures, baking, traveling and spending days lazing about, my current pay checks says language teacher and will continue to say so until 2013 where there will be no pay check but dust and snakes as I'll venture into Asia. But that's still quite some time away and meanwhile I'll share my thoughts and worries and pictures of pies and short trips with you while gleefully butchering the English language.

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