Cambodia

Tuol Sleng und die Killing Fields

Meinem Kulturschock ist nach 1 1/2 Tagen langweilig geworden, vermutlich, weil ich gandenlos mein Programm durchgezogen hab, anstatt wie in Indien im Eck zu kauern und mich hin-und herzuwiegen. Ich bin mir nur nicht sicher, ob er sich endgültig verabschiedet oder sich nur in meinem Rucksack zusammengerollt hat, um mir spätestens in Vietnam wieder auf die Schulter zu klopfen. Ich schätz, ich werd noch draufkommen…

In Phnom Penh präsentiert sich neben einem regen Nachtleben und bunten Märkten auch der dunkle Teil der Geschichte Kambodschas: Die Herrschaft der Khmer Rouge unter Pol Pot. Die Vietnamesen haben das berüchtigte Foltergefängnis S 21 (Tuol Sleng) relativ unberührt gelassen (auf manchen Böden in den Zellen sind noch Blutspuren), um ihren Einmarsch zu rechtfertigen.

Die Besichtigung von S 21 und den Killing Fields in Choeung Ek ist meiner Meinung nach ein Muss. Für die Kambodscha-Besucher: Ich würde (und habe) S 21 vor den Killing Fields besuchen. Man kann beides an einem Tag machen, ich hab es auf zwei Tage aufgeteilt.

Ich mag gar nicht viel darüber schreiben, beide Orte muss man meiner Meinung nach selbst erleben. S 21 ist so düster, wie man es sich vorstellt und die Killing Fields sind eine makabere Mischung aus idyllischer Landschaft und Knochensplittern und Kleidungsfetzen, die der Regen dort nach wie vor aus der Erde wäscht.

S 21, der Stacheldraht sollte Selbstmorde verhindern.

S 21, Verhöre

Killing Fields: In der Stupa befinden sich die Knochen der Opfer. Nicht alle Massengräber konnten ausgehoben werden, einige sind überflutet, andere in verminten Gebieten, bei vielen ist der genaue Standort verloren gegangen. Die Zahl der Opfer wird auf 2 – 3 Millionen geschätzt.

Killing Fields: An den Massengräbern werden Armbänder und Blumen zurückgelassen.

About enjirux

I'm a twenty-something female who moved from Austria to Scotland in 2009. Formally addicted to coffee, the UK has turned me into a bit of a tea snob and made me discover lots of wonderful things, e.g. pies. While I love to do a lot of things like writing, taking pictures, baking, traveling and spending days lazing about, my current pay checks says language teacher and will continue to say so until 2013 where there will be no pay check but dust and snakes as I'll venture into Asia. But that's still quite some time away and meanwhile I'll share my thoughts and worries and pictures of pies and short trips with you while gleefully butchering the English language.

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