Laos

Animismus und Kaffee

Nach der Höhlenerforschung in Konglor haben wir endlich unser Abenteuer bekommen: Die Fahrt nach Pakse wurde zuerst in zwei Songthaews bestritten und dann in einem der lokalen Busse, wo wir natürlich wieder die kaputten Sitze erwischt haben. Da wir von quasi von der (oder dem?) Songthaew in den Bus gehechtet sind, konnt ich leider kein Foto von den Wasserkanistern machen, die auf dem Bus befestigt waren – man hat kaum noch was vom Bus gesehen, sehr beeindruckend.

Da das Abladen auch gedauert hat, waren wir dann statt um Mitternacht um 3 Uhr Früh in Pakse und die Stadt war natürlich komplett zu. Also haben wir uns eine Bank gesucht und mit dem Hund angefreundet, der für das Stück Straße verantwortlich war (sie hat uns dann auch die anderen Hunde vom Leib gehalten und alles und jeden niedergebellt) und gewartet, bis um 6 langsam Leben aufkam und wir uns ein Zimmer suchen konnten.

Pakse ist nicht besonders aufregend, aber von dort aus kann man toll die Bolaven Plateaus erkunden. Wer das eigenständig machen möchte: Ein dirt bike ist eine gute Idee (offenbar gibt es tükische Sandstraßen) und nicht vergessen: in der Gegend liegt noch allerlei Unexplodiertes herum, also besser am Weg bleiben. Ich war gegen eigenständiges Denken (und das Motorrad) und wir haben eine Tour gebucht, die neben Wasserfällen und Unmengen von Dörfern auch bei den Tee- und Kaffeeplantagen stehen bleibt.

Wir hatten einen tollen Guide, der ausführlich auf jede Frage geantwortet hat. Die Tee-/Kaffeeplantagen hab ich mir spannender vorgestellt, aber die Wasserfälle waren wunderschön.

Die Dörfer waren recht spannend und nachdem unser Guide dort offenbar jeden gekannt hat, bin ich mir auch nicht so als Eindringling vorgekommen. Ganz generell waren wir wohl mehr unter verwirrter Beobachtung, als umgekehrt.😉

Huhu?

Wir haben eine Einführung in Animismus bekommen und durften eine Schamanenhütte besichtigen, haben 4-jährige Kinder mit Bongs vorbeistolpern sehen (in dem Alter wird mit dem Rauchen angefangen, Tabak, wohlgemerkt) und ich hab in meinem Leben noch nicht soviel Ferkel gesehen.

An den Anblick, das ganze Familien von Hunden, Büffeln, Schweinen und Hühnern unter um die Pfahlhäuser leben, hab ich mich zwar gewöhnt, aber in Verbindung mit dem trockenen Staub hatte das ganze doch eine andere Dimension.

Nach drei Dörfern und ebensoviel Wasserfällen und Plantagen war ich dann fertig (und staubig) und gar nicht bös, dass das letzte Dorf schon offiziell “zu” hatte.

About enjirux

I'm a twenty-something female who moved from Austria to Scotland in 2009. Formally addicted to coffee, the UK has turned me into a bit of a tea snob and made me discover lots of wonderful things, e.g. pies. While I love to do a lot of things like writing, taking pictures, baking, traveling and spending days lazing about, my current pay checks says language teacher and will continue to say so until 2013 where there will be no pay check but dust and snakes as I'll venture into Asia. But that's still quite some time away and meanwhile I'll share my thoughts and worries and pictures of pies and short trips with you while gleefully butchering the English language.

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